Hochkarätige Universitätsdiskussion beschäftigte sich mit der Bildungszukunft

Ambrozy: Die Universität Klagenfurt muss ausgebaut und stärk gefördert werden, Klagenfurt (SP-KTN) - Unter dem Motto "Zukunft der Universitäten -Abstieg oder Weltklasse" fand am Mittwoch an der Universität Klagenfurt, auf Einladung der Zukunftswerkstätte, des Verbands Sozialdemokratischer Studenten Österreichs und der SPÖ-Kärnten, eine hochkarätige Bildungsdiskussion statt. Mehr als 150 Interessierte waren gekommen, um über die Universitätsreform, die Studiengebühren und die Zukunft der Universität Klagenfurt zu diskutieren.

SP-Spitzenkandidat Peter Ambrozy präsentierte bei der Diskussion das Bildungsprogramm der Kärntner Sozialdemokraten und seine Visionen für die Zukunft der Klagenfurter Alma Mater. Er forderte leistbares Wohnen für Studierende, einen Verkehrsplan zur besseren Anbindung der Universität, sowie die Absicherung und den weiteren Ausbau der Klagenfurter Uni. "Zuwenig Geld für die Klagenfurter Alma Mater ist nicht die Folge eines Budgetlochs in Österreich, sondern die falsche Antwort auf die Frage, was sind uns Ausbildung, Forschung und Zukunft wert", so Ambrozy. Die Verteilung von Wissen und Bildung ist in Kärnten von entscheidender politischer, sozialer und wirtschaftlicher Bedeutung; sie legt die Basis zu einer sozial gerechten Gesellschaft und zu einer wettbewerbsfähigen Kärntner Wirtschaft.

Ambrozy lobte die Arbeit der Universität Klagenfurt und betonte, dass die Kärntner Sozialdemokraten für eine Stärkung der Universität und der Fachhochschulen eintreten. "Ich will die Klagenfurter Alma Mater insbesondere im Forschungsbereich und hinsichtlich grenzüberschreitender Aktivitäten ausbauen und eine vierte Fakultät, nämlich eine technische Fakultät, umsetzen", so Ambrozy. Die Anforderungen der Wirtschaft sollen mit bestausgebildeten Know-How-Trägern beantwortet, die bestehenden Universitätsangebote abgesichert werden. Außerdem existieren in Kärnten fundierte technische Ausbildungsmöglichkeiten im sekundären Bereich, die die besten Vorraussetzungen für eben diese technische Fakultät darstellen.

"Der gebührenfreie Zugang zu allen öffentlichen Bildungseinrichtungen ist eine zentrale Forderung, daher wird uns kein Weg zu mühsam sein, um die Studiengebühren, die Jörg Haider in den Himmel lobt, abzuschaffen", formulierte Ambrozy klar.

Ass.-Prof. Dr. Susanne Dermutz bezeichnete die Universitätsreform der Bundesregierung als "Deform". Mit der Einführung der Studiengebühren seien weitere Barrieren aufgebaut worden, so Dermutz, die davor warnte, die Universitäten nur auf den Output der Wissenschaft für die Wirtschaft zu reduzieren. "Die Studiengebühren sind Ausgrenzungsinstrumente, die einen Selektionsmechanismus auslösen, der Frauen besonders hart trifft", kritisierte Dermutz.

Univ.-Prof. Dr. Winfried Müller übte scharfe Kritik an der Universitätsreform, die für ihn einen inakzeptablen Umgang mit Personal und Studierenden darstellt und zeigte auf, dass Karrieremodelle für Universitätsmitarbeiter völlig fehlen. Müller kritisierte auch die Erhöhung des Verwaltungsaufwands. "Die Leistungsverträge sind auch nicht mehr als ein Instrument der Gängelei. Frauenförderung vermisse ich in der Reform gänzlich", so Müller.

NRAbg. Josef Broukal meinte zum Universitätsgesetz, dass man nicht ein Gesetz machen könne, durch das die Rektoren über die Universitäten herrschen können wie über ihr Privateigentum. "Manche Rektoren, wie jener der Universität Klagenfurt, lassen aber alle mitbestimmen, obwohl sie es nicht mehr müssen", lobte Broukal. Der Wissenschaftssprecher der SPÖ kritisierte die falsche Prioritätensetzung der Bundesregierung. "Auf der einen Seite gibt es Steuergeschenke ohne Lenkungseffekt, auf der anderen werden Wissenschaft und Forschung kaputtgespart, wir würden das auf jeden Fall anders machen", erklärte Broukal.

Bei der Diskussionsveranstaltung setzte die SPÖ-Kärnten auch eine symbolische Geste. Stellvertretend für alle anderen Studierenden konnte die SPÖ einem Klagenfurter Studenten die Studiengebühr zurückgegeben. Der Gewinner Martin Hölbling aus Klagenfurt wurde durch das Los ermittelt.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ-Kärnten
Tel.: 0463/577 88 76 od. 77
Fax: 0463/577 88 86
presse-kaernten@spoe.at
http://www.kaernten.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS90001