Cerwenka: Nachmittagsbetreuung an NÖ Volksschulen nicht an allen Schulen?

Positive Initiative sollte für alle Kinder und Eltern nutzbar sein; derzeit Dutzende Schulen ausgenommen

St. Pölten, (SPI) - SPNÖ-Bildungssprecher LAbg. Helmut Cerwenka begrüßt die Initiative des Landes Niederösterreich, bei Wunsch und Bedarf den NÖ Volksschulgemeinden Unterstützung für die Organisation einer Nachmittagsbetreuung für die Schulkinder zukommen zu lassen. "Hier wird tatsächlich eine vielerorts nicht nur empfundene, sondern tatsächlich vorhandene Lücke geschlossen und den Eltern ein Angebot unterbreitet, welches in Sachen Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Bildungspolitik und Lebensqualität vor allem in den ländlichen Regionen Niederösterreichs einen großen Schritt vorwärts bedeutet. Die in Aussicht gestellten bis zu 10.000 Euro pro Volksschule und Jahr sind eine wichtige Voraussetzung für die Gemeinden, wenn sie hier den Wünschen der Eltern nachkommen wollen", so Cerwenka.****

Trotz aller positiver Aussichten sieht Cerwenka noch "Reformbedarf" bei diesem neuen Angebot. "Nicht einzusehen ist, dass diese Unterstützung und dieses Angebot nur für Volksschulen gelten soll, die den Status ‚Tagesheimschulen' führen. Damit wären in unserem Bundesland automatisch dutzende Volksschulen ausgenommen, ebenso ist nicht einzusehen, dass beispielsweise Gesamtschulen, wo im Gegensatz zu den Tagesheimschulen auch ein entsprechender Lernbetrieb inkl. Erledigung der Aufgaben angeboten wird, ausgenommen bleiben sollen", ortet Cerwenka hier eine gewisse "ideologische Schlagseite" der ÖVP-NÖ. "Die ÖVP will lieber das reine ‚nachmittägliche Aufbewahrungsmodell', während wir Sozialdemokraten den natürlichen Bedarf an ganztätigen Schulformen im Vordergrund sehen und ohne ideologische Festlegungen den Gemeinden, den Schulen und nicht zuletzt den Eltern freie Hand lassen möchten. Soll hier mit Landes-und Steuergeld ‚politischer Methodik' Vorschub geleistet werden?", fordert der SPNÖ-Bildungssprecher jedenfalls eine "Reparatur" der Zugangsvoraussetzungen zur Förderung des Landes. Cerwenka: "Die Unterstützung und das Angebot muss für alle Volksschulkinder von 6 bis 10 Jahren in NÖ gelten - daher auch für alle Schulen und alle Gemeinden."
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