Wurmitzer: Kärnten braucht eine neue Kultur

Die ÖVP nimmt das Kulturreferat in Anspruch, denn mit fünf Jahre lang getragener FP-Unkultur muss Schluss sein.

Klagenfurt (ÖVP) - Die Verleihung des Leopold-Figl-Preises am 2. Feber, eine Veranstaltung, die als solche zum zweiten Mal stattfindet, nimmt LR Georg Wurmitzer zum Anlass, um, wie er sagt, sich mit der Kulturpolitik des Landes auseinander zu setzen. "Die Kultur hat in Kärnten heute eine negative Ausprägung: Sie hat kein Profil, es gibt kein erkennbares Konzept und keine Nachhaltigkeit. Kärntens Kulturpolitik ist eine von-der-Hand-in-den-Mund-Politik", erklärt Georg Wurmitzer. Allein die Vorgangsweise des jetzigen Kulturreferenten bei der Seebühne sei dafür Beweis genug. "Wenn ein Programm für die Seebühne erst Mitte Jänner auf den Tisch kommt, kann nicht von zeitgerechter Planung die Rede sein. Auch die personelle Besetzung bestätigt das unprofessionelle Vorgehen. Denn Zanella wurde von der FPÖ nach Kärnten geholt, obwohl er kein Festspielleiter sondern ein Choreograph ist", erläutert Wurmitzer. Zanella wollte Cats oder Aida auf die Seebühne bringen - eine verflachte Tosca sei nur übriggeblieben. Daher fordert er, Wurmitzer - auch im Landtag -die Installierung einer Festspielkommission. "Ich halte auch nichts davon, dass ein Mann Mädchen für alles spielt. Der Geschäftsführer der Seebühne sitzt zugleich als Geschäftsführer in der Tourismusholding und in der Filmgesellschaft des Landes, als Aufsichtsrat in der Kärnten Werbung, ist Jurist in der Arbeiterkammer und im Aufsichtsrat des ehemaligen Kärnten Verkaufs", so der Landesrat. Daher sei ein Gremium erforderlich, das sich auf die Spielsaison gebührend vorbereitet, das nachhaltige Konzepte erarbeitet und von der Materie Kenntnis besitzt sowie Kontakte in ganz Europa hat. Alleine die Idee, Tosca im Falle von Schlechtwetter nicht auf der Seebühne sondern in der Messe Arena aufzuführen, zeigt die mangelnde Koordination. Denn das bedeute, dass der doppelte technische Aufwand sowie die doppelte Ausrüstung nötig sei. "Wer bezahlt das?", fragt der Landesrat. Doch sei die Seebühne nur ein Beispiel für die negative Bilanz des jetzigen Kulturreferenten. Viele Kulturträger seien in Kärnten in den letzten fünf Amtsjahren des Landeshauptmannes willkürlich behandelt und ausgegrenzt worden. "Der Landeshauptmann wollte sie sogar des Landes verweisen, wenn sie nicht als Schleppe-Träger dienen wollten", weiß Wurmitzer aus der Vergangenheit. In diesem Land habe die FPÖ auf kurzlebige Event-Politik gesetzt. Events seien gut, hält Wurmitzer fest, doch können sie nicht alles in der Kulturpolitik sein. "Es muss Schluss sein mit dem Personenkult der FPÖ, es muss Schluss sein mit der verpolitisierten Unkultur. Daher erhebt die ÖVP den Anspruch auf das Kulturreferat. Wir müssen das kulturelle Leben in Kärnten wieder öffnen", betont Wurmitzer. Die Künstler seien wieder einzubinden in eine Werte-Diskussion und es sei die Kultur insgesamt mit einem neuen Image und mit für Künstler wichtiger Sicherheit aufzuwerten. Dass LR den Anspruch auf das Kulturreferat erheben kann, beweisen zahlreiche Akzente, die er bereits während seiner fünfjährigen Tätigkeit in diesem Bereich gesetzt hat. So entwickelte sich die Trigonale zu einem fulminanten Erfolg, kann Wurmitzer doch auf ein 92 %ige Auslastung bereits im ersten Jahr verweisen. Die künstlerische Besetzung birgt höchste internationale Qualität für Kärnten. Weiters wurde der Leopld-Figl-Preis ins Leben gerufen, der in drei Kategorien (Musik, Literatur, bildende Kunst) vergeben wird. Auf Initiative von LR Wurmitzer und mit seiner finanziellen Unterstützung wird in Lesachtal eine Volksmusik-Akademie gegründet und wurde in St. Oswald das Volksliedhaus installiert. "Wir müssen das Kulturinteresse der Bevölkerung wachrütteln. Wir brauchen ein klares Zeichen für die kulturelle Zukunft Kärntens", fordert Wurmitzer. Sollten sich die Wähler am 7. März für ein deutliches Zeichen aussprechen, habe er, Wurmitzer, zahlreiche neue Konzepte und Projekte vorzulegen, die entscheidend für Kärntens Kultur seien. So plane er, Kultur-Regionen zu entwickeln und das gesamte Land mit einer kulturpolitischen Strategie auszustatten. Nach dem Beispiel Trigonale, die in drei Gemeinden stattfindet, müsse es möglich sein, zahlreiche verschiedene Gemeinden in Kulturprojekte unterschiedlicher Art einzubinden. Mit dem Art-Park möchte Wurmitzer institutionelle Bedingungen für eine Kunst- und Kulturentwicklung schaffen. Unter dem Art-Park ist eine Plattform für Künstler und Organisationen zu verstehen, die selbst keine Infrastruktur aufbauen können, um ihre Kunst zu vermitteln. "Die Menschen brauchen einen neuen Zugang zur Kultur, die Kultur braucht wieder einen Zugang zu den Menschen. Daher wollen wir mit den Menschen ein Zeichen für eine neue Kultur und Kulturpolitik setzen", schließt Wurmitzer

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