Kräuter zu Grasser: Versuch der Weißwaschung macht die Sache noch schmutziger

Wien (SK) Schon mehrmals habe es Misstrauensanträge gegen Finanzminister Grasser gegeben, es sei heute aber zum ersten Mal, dass er sich dazu nicht zu Wort melde. "Das ist erbärmlich", so der SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter. Wenn der Finanzminister im Vorfeld meinte, dass er diesen Tagesordnungspunkt mit Freude entgegen sehe, dann hoffe er, Kräuter, dass sich dies in Auskunftsfreude niederschlage. Grasser sei offenbar für die Freude zuständig, Staatssekretär Finz für den Spaß, so Kräuter, angesichts der Tatsache, dass Finz sich zu Gunsten des Ministers geäußert hatte. "Jetzt ist Schluss mit lustig, Herr Staatssekretär, treten Sie zurück!", forderte Kräuter. ****

Wenn der Bericht des Rechnungshof-Unterausschusses Rechnungshof nun festhalte, dass alles bis ins letzte Detail offengelegt und geklärt sei und keine Fragen unbeantwortet bleiben, dann würde dies einer Weißwaschung gleichkommen kritisierte Kräuter. "Wenn Sie diesen Bericht beschließen, dann degradieren Sie den Nationalrat zur Wäscherei", so Kräuter an die Adresse der ÖVP- und FPÖ-Abgeordneten.

Es seien viele Fragen offen, betonte Kräuter. Mitte letzten Jahres wollte Grasser in einem NEWS-Interview eine Umstellung der Finanzierung seiner Homepage, und konnte sich, laut NEWS, eine eigene Finanzierung vorstellen. Kräuter fragte, ob der Finanzminister nun selbst für die Homepage aufkomme. Kräuter führte weiter aus, dass der Sprecher der Industriellenvereinigung erklärte, dass Grasser um Geld angefragt habe. "Die Luxusausführung einer Homepage kostet maximal 25.000 Euro", so der SPÖ-Rechnungshofsprecher, der die Frage aufwarf, was mit dem restlichen Geld geschehen sei. (Schluss) js

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