Schwere Vorwürfe gegen uniqa

Knalleffekt im Fall Andreas Gebauer: Der Tirol-Loden-Chef legt Dokumente vor, die rechtlich bedenkliche Vorgänge bei seiner Verhaftung vermuten lassen

Innsbruck (OTS) - Die Verhaftung des Tiroler Loden-Chefs, Andreas Gebauer, und seine überraschende Freilassung sind das vorläufige Ende einer Geschichte, die sich zu einem Justizkrimi ausweiten könnte.

In der morgen erscheinenden Ausgabe der Tiroler Nachrichtenillustrierten ECHO legt Andreas Gebauer zahlreiche Dokumente vor, welche der Causa rund um den Brand der Tiroler Loden Produktionshalle am 3. Juni 2001 eine überraschende Wende geben könnten. Im Mittelpunkt des Falles steht die Auseinandersetzung von Gebauer mit der uniqa-Versicherung, die sich ursprünglich weigerte die Versicherungssumme auszuzahlen. Gebauer klagte daraufhin, bekam Recht und verlangte von der uniqa Schadenersatz für die verspätete Auszahlung. Dies führte zu einem Prozess, den Gebauer in zwei Instanzen gewann.

Nun liegt die Entscheidung beim Obersten Gerichtshof. Die Brisanz dabei: Verliert die uniqa diesen Prozess würde sich, so glauben Versicherungsexperten, die bisher übliche Versicherungspraxis die Auszahlung der Versicherungssumme bis zum letzt möglichen Zeitpunkt hinauszuzögern verändern. Dies würde, laut Gebauer, auch das vehemente Vorgehen der uniqa in diesem Fall erklären. Gebauer, dessen spektaktuläre Verhaftung nach monatelangen Ermittlungen des Bundeskriminalamtes im Dezember in ganz Österreich für Aufsehen gesorgt hat, spricht etwa in einer Beschwerde an den Unabhängigen Verwaltungssenat für Tirol von einer "wirkungsgemäßen Aufeinanderabstimmung des Vorgehens von uniqa und BKA."

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