Jarolim zu Sorgerechtsstreit in Salzburg: Gesetze schaffen, um Kinder aus der Schusslinie zu bringen

Wien (SK) Für SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim zeigt der
Fall um den achtjährigen Buben in Salzburg, der Mittelpunkt eines handgreiflichen Sorgerechtsstreits wurde, klar, dass dringender Bedarf bestehe, die Gesetzeslage im Sinne des Kindeswohls zu reformieren. "Im Vordergrund müssen ganz eindeutig die Interessen des Kindes stehen - diese müssen aus der Schusslinie gebracht werden", betonte Jarolim am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ***

Die Regierung sei, so Jarolim, dringend aufgefordert, sich mit dem Auseinandergehen von Familien und dem Nachholbedarf aus rechtlicher Sicht auseinanderzusetzen. "Anscheinend ist das Zerbrechen von Familien für die Regierung ein solches Sakrileg, dass man schlicht verabsäumt, sich damit zu beschäftigen", meinte Jarolim.

Justizminister Böhmdorfer müsse hier in mehreren Punkten Verantwortung übernehmen, so Jarolim. So sei die Vollziehung keinesfalls akzeptabel. "Sensibilisierung in der Vollziehung scheint ein Fremdwort", so Jarolim, der bessere Schulungen der Gerichtsvollzieher fordert. Böhmdorfer müsse sich auch mit den internationalen Entwicklungen auseinandersetzen und den Willen des Kindes rechtlich berücksichtigen. "Es ist unerhört, dass der Wille des Kindes, wenn es unter 14 Jahre alt ist, praktisch keine Rolle spielt", ist Jarolim empört. Der SPÖ-Justizsprecher fordert weiters eine Ausweitung der Jugendgerichtshilfe auf ganz Österreich. "Wäre jemand von der Jugendgerichtshilfe dabei gewesen, wäre es sicher nicht zu solchen skandalösen Vorfällen gekommen", ist Jarolim überzeugt. (Schluss) up

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