Solehältige Heißwasserquellen in Wien - neue Chance für Innovation!

Der Wiener Gemeinderat beschließt die Projektierung zur Nutzung der solehaltigen Heißwasserquellen unter dem Flugfeld Aspern -Wasserqualität mit Bad Hall vergleichbar!

Wien, 28-01-2004 (fpd) - Einen sensationellen Erfolg für Wien ortete heute im Zuge ihrer Pressekonferenz FPÖ-LAbg. GR Heike Trammer, wonach die Projektierung für die Nutzung der solehältigen Heißwasserquellen unter dem Flugfeld Aspern im städtebaulichem Wettbewerb für einen neuen Stadtteil mit gemischter Nutzungsstruktur im Wiener Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde.

Die Verwertung des rund 1,7 km2 großen Areals biete nunmehr die Chance, im Zuge des städtebaulichen Wettbewerbs für die Donaustadt, die solehaltigen Quellen unter dem Flugfeld für medizinische Zwecke aber auch für einen ausgedehnten Wellnessbereich zu nutzen. Den Wiener Freiheitlichen, so Trammer, schwebt in diesem Zusammenhang ein Drittelnutzung vor, wobei 1/3 für Betriebsansiedelungen, 1/3 für Wohnraumschaffung und 1/3 für die Thermennutzung vorgesehen werden soll. Das gesamte Areal könnte, so Trammer, durch die thermische Energie der Quellen mit Heißwasser versorgt werden.

Bereits in den 70´er Jahren habe die OMV Probebohrungen im betreffenden Gebiet vorgenommen und in 3500 Meter Tiefe über 110C° heiße artesische Quellen vorgefunden. Wissenschaftsministerin Hertha Firnberg habe damals ein "Forschungskonzept für die Erschließung und Nutzung geothermischer Energie in Österreich" in Auftrag gegeben. Leider wären jedoch die Überlegungen bereits in der Projektierungsphase stecken geblieben und auch die SP-Fraktion in der Donaustadt habe freiheitliche Vorschläge bezüglich der Quellennutzung mit schöner Regelmäßigkeit abgeschmettert.

"Die uns heute vorliegenden Wasseranalysen beweisen, daß der Salzsättigungsgrad sowie der Anteil an Kalzium und Magnesium mit jenem von Bad Hall vergleichbar ist. Damit kann heute zweifelsfrei behauptet werden, daß unter der Donaustadt ein "totes Meer" schlummert und nur darauf wartet von uns genutzt zu werden", so Trammer. Durch den hohen Sättigungsgrad des Wassers bestünde in Zukunft auch die Möglichkeit "Wiener Meersalz" zu gewinnen.

Wesentlich erscheint in diesem Zusammenhang auch die mögliche Nutzung der Quelle für medizinische Zwecke. In der Bundesrepublik Deutschland werden an verschieden Stellen bereits ähnliche Wasservorkommen zu gezielten Therapie und Symptomlinderung bei Neurodermitis und Psoriasis verwendet. Die österreichischen Krankenkassen, die ja allesamt unter Finanznöten leiden und chronisch Kranken teure Kuraufenthalte am toten Meer finanzieren müssen, hätten in Zukunft die Möglichkeit die Kuren in die Donaustadt zu verlegen. Damit könnten nicht nur die Kosten minimiert werden, auch das soziale Umfeld, das gerade bei medizinischen Therapien eine wesentliche Rolle spielt, wäre wesentlich vertrauter und würde damit Therapieunterstützend wirken.

Die Verwertung, so Trammer, sei bei anhaltendem politischen Willen kein Problem, da sich bereits jetzt zwei potente Interessenten gemeldet hätten, und bei entsprechender Werbung durch die Stadt vermutlich innerhalb weniger Wochen die Grundfinanzierung stehen würde.
Es bleibe abschließend daher nur der Appell, daß dieses großartige Projekt nicht durch bürokratische Verschleppung in den Wiener Tintenburgen weitere 20 Jahre im Dornrößchenschlaf liegen bleibt, so Heike Trammer abschließend. (Schluß) jen

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