Jost: Altenheim-Probleme Folge falscher Politik

Jahrelang wurden Bewerber für Pflegeausbildung abgewiesen - heute fehlen sie

Klagenfurt, 2004-01-28 (fpd) "Heutige Probleme in einzelnen Alten-und Pflegeheimen sind leider hausgemacht. Sie sind die Folge einer falschen Politik. Es fehlte leider eine Zusammenarbeit zwischen dem Sozialreferat und dem Gesundheitsreferat, das auch für die LKH-Schulen zuständig ist", erklärte der freiheitliche Landtagsabgeordnete Siegfried Jost. Dies sei bedauerlich, zumal diese Referate von einer Partei, der SPÖ, regiert werden.

Jost stimmt der Forderung von Sozialreferentin Schaunig-Kandut grundsätzlich zu, dass die Heime mehr Fachpersonal benötigen. Doch zwischen diesem Anspruch und der Wirklichkeit klaffe eine große Lücke, die auch Schaunig mit zu verantworten habe.

Fast jeder Heimbetreiber klage darüber, dass er Pflegepersonal aufnehmen wolle, aber auf dem Arbeitsmarkt keines bekomme. Schuld daran sei, laut Jost, eine jahrelange falsche Strategie des Gesundheitsreferates, welche die LKH-Ausbildungsschulen steuere. "Es wurden in den vergangenen Jahren Hunderte Bewerber abgewiesen, weil man zu lange nur den Bedarf von diplomierten Pflegekräften in den Krankenhäusern im Auge hatte und nicht für die Spitäler anderer Bundesländer ausbilden wollte. Dabei hat man nicht bedacht und keine Vorsorge dafür getroffen, dass die Nachfrage nach diesen Kräften in Altenheimen und im extramuralen Bereich explodieren wird", so Jost.

Es sei daher, laut Jost, keine seriöse Politik, den Heimbetreibern von heute auf morgen Personalauflagen zu machen, die sie nicht einhalten können. "Dann hat man eine tolle Qualität auf dem Papier, aber in der Realität ist sie nicht erfüllbar!" Das Ziel der notwendigen Qualitätsanhebung sei nur Schritt um Schritt erreichbar. "Erste Voraussetzung ist eine Ausbildungsoffensive von diplomierten Pflegekräften, wobei ein Schwerpunkt auch ein attraktives Angebot an Pflegehilfskräfte sein sollte. Sie sollten das Diplom unter einer großzügigeren Anrechnung ihrer bereits erworbenen Kenntnisse erwerben können. Wenn Kärnten mehr diplomierte Kräfte ausgebildet hat, kann und soll auch der Personalschlüssel in den Heimen verbessert werden. Es ist nicht seriös von Schaunig, wenn sie angesichts von Mängeln und angesichts von Problemen der Heimbetreiber parteipolitische Attacken durchführt, ohne das Kernproblem des fehlenden Fachpersonals lösen zu wollen ", erklärte Jost abschließend.

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