Gewerkschaft HGPD: "Initiative für HausbesorgerInnen"

KV oder neues Hausbesorgergesetz - den MieterInnen zu Liebe

Wien (ÖGB/HGPD). "In Wien hat der Schnee heuer nicht nur die Straßen zugedeckt, sondern auch etwas sehr deutlich aufgedeckt: Es gibt immer weniger HausbesorgerInnen", empörte sich Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD). Die Gewerkschaft HGPD ist neben dem Tourismus auch für andere Bereiche der privaten Dienstleistung zuständig, wie z.B. die Sozialen Dienste, Reinigungspersonal, FriseurInnen, KosmetikerInnen, FußpflegerInnen und eben die HausbesorgerInnen. Noch vor vier Jahren gab es 19.000 dieser guten Geister in Wiener Wohnhäusern. Nach der ersatzlosen Streichung des Hausbesorgergesetzes durch die Bundesregierung mit 1. Juli 2000 sind es 2004 nicht einmal mehr 15.000 Wiener HausbesorgerInnen - Tendenz sinkend. Kaske: "Handeln wir, bevor es zu spät ist. Wir brauchen ein neues Gesetz oder einen Kollektivvertrag."++++

Ein Kollektivvertrag (KV) sei, so die Gewerkschaft HGPD, bisher daran gescheitert, dass es die ArbeitgeberInnen bisher nicht geschafft hatten, einen KV-fähigen Verband zu gründen. Kaske: "Es ist ja nicht nur die Schneeräumung rund um die Uhr, die ein guter Hausbesorger garantiert, es geht auch um Sicherheit, um kleine Reparaturen, um ein wenig Service für die MieterInnen und nicht zuletzt auch um das soziale Moment. Gerade ältere MitbürgerInnen wissen Ansprache und Fürsorge durch unsere HausbesorgerInnen sehr zu schätzen - und wir werden alle immer älter."

Der HGPD-Vorsitzende verwies auf Dänemark, wo HausbesorgerIn ein Lehrberuf ist: "Es ist höchste Zeit - wir werden jetzt die Politik und die Wohnungswirtschaft einladen, mit uns eine Lösung zu finden. Bis September dieses Jahres soll ein Konzept stehen." Auch der Vorsitzende der Sektion Miet- und Wohnhausbetreuung in der HGPD, Karl Frint, appellierte an die Presse: "Helfen Sie uns, unseren Berufsstand zu retten. Denken Sie an die vielen Kolleginnen, für die der Hausbesorgerposten oft der einzige Weg ist, Beruf und Familie zu vereinen." (kk)

ÖGB, 28. Jänner 2004
Nr. 039

Rückfragen & Kontakt:

HGPD-Vorsitzender Rudolf Kaske, Tel.: (01) 534 44/501
HGPD-Presse Katharina Klee, Tel.: 0664/381 93 67

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002