Kabas: Gewalt gegen Kinder darf niemals Instrument zur Einhaltung gerichtlicher Beschlüsse sein!

Künftig besondere Schulung für Gerichtsvollzieher und Familienrichter, verpflichtender Anwalt für Kinder bei Rosenkriegen

Wien, 2004-01-28 (fpd) - "Gewalt gegen Kinder darf niemals ein Instrument zur Einhaltung gerichtlicher Beschlüssen sein", so heute der Obmann der Wiener FPÖ Mag. Hilmar Kabas vor dem Hintergrund des tragischen Sorgerechtskrieges in Salzburg. ****

In einer gestern veröffentlichten Stellungnahme des Justizministeriums zum Fall des achtjährigen Christian heiße es, dass der Gerichtsvollzieher die konkrete Situation abwägen und entscheiden müsse, ob er gegebenenfalls sogar gewaltsam die Einhaltung des gerichtlichen Beschlusses durchsetze. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf, denn die Einsetzung von Gewalt gegen Kinder, wie es in Salzburg tragischerweise der Fall war, müsse schleunigst mit den notwendigen gesetzlichen Schranken striktest unterbunden werden. Gegen die in Salzburg beteiligten Gerichtsvollzieher sei auch ein Disziplinarverfahren in die Wege zu leiten, so Kabas.

Zudem sprach sich Kabas dafür aus, Gerichtsvollziehern und Familienrichtern permanente Schulungspakete anzubieten, damit diese künftig besser und mit neuesten Erkenntnissen das Wohl von Kindern bei Ehe- und Sorgerechtsstreitigkeiten vor Augen haben können.

Auch solle künftig bei Rosenkriegen mit Kindern das Justizministerium verpflichtend einen Anwalt für die Kinder beistellen, welcher ausschließlich deren Interesse vertrete. Kinder sind der schwächste Teil bei einem eskalierenden Streit zwischen den Eltern und hätten bislang keinerlei Interessensvertreter. Die verpflichtende und kostenfreie Beistellung eines Anwaltes für das Kind wäre die richtige Maßnahme für die Zukunft, so Kabas.

"Wir alle sollten nach dem tragischen Sorgerechtskrieg in Salzburg nun gemeinsam an einen Strang ziehen und ein wirksames Paket schnüren, mit dem die berechtigten Anliegen von Kindern bestmöglich gewahrt werden können", so der Wiener FPÖ-Obmann, denn der aktuelle Fall dürfe sich weder in Salzburg noch in sonst einem österreichischen Bundesland nochmals ereignen. (Schluß) HV nnnn

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