VP-Strobl: Gusenbauer soll bei Wiener SPÖ mehr Ganztagsschulangebote durchsetzen

Wien soll sich Beispiel am Bund nehmen

Wien (VP-Klub) Seit 1993 gibt es gemäß Schulorganisationsgesetz die Möglichkeit ganztägige Schulformen auf Landesebene einzurichten. Wenn also ein entsprechender Bedarf gegeben ist, dann müssten nur die Landesschulratskollegien die entsprechenden Beschlüsse fassen, betonte ÖVP-Wien Bildungssprecher, LAbg. Walter Strobl, zu der Aussage Gusenbauers, wonach der Bund aufgefordert werden soll 100.000 zusätzliche Ganztagsschulplätze zu schaffen.

"SPÖ Chef Gusenbauer kann gleich mit seinen Wiener SPÖ-LandesregierungskollegInnen Gespräche führen, um diesen Missstand in Wien umgehend abzustellen", schlägt Strobl vor. Wien habe derzeit nur 13 Prozent ganztägiges Angebot im Volksschulbereich und 27 Prozent ganztägige Betreuungsformen in der Hauptschule.
Strobl ortet einen massiven Aufholbedarf. Was nütze es, wenn Wien zwar ein halbwegs flächendeckendes Kinderbetreuungsangebot hat, für Kindern und Jugendlichen ab dem 6. Lebensjahr dann aber nichts mehr angeboten werde.
Wien sollte sich ein Beispiel am Bund nehmen. Von insgesamt 90 Bundesschulen bieten 85 Schulen eine ganztägige Betreuung an. Die SPÖ sollte daher aufhören ständig mit nackten Fingern auf den Bund zu zeigen, wenn sie in den eigenen Verantwortungsbereichen, so zum Beispiel in Wien, selber Nackerpatzerln sind, kritisierte Strobl den pathologischen SPÖ-Reflex, dass an allem der Bund schuld sei.

Eine Verpflichtung zum Besuch einer Ganztagsschule komme für die ÖVP aber nicht in Frage. Die ÖVP bekenne sich zur Freiwilligkeit und zur Wahlfreiheit ganztägiger Schulbetreuung. Zu entscheiden hätten aber die Eltern und auch die Lehrer, betonte Strobl, so wie das im Gesetz derzeit vorgesehen ist.
In Wien liegt es an der SPÖ, die mit absoluter Mehrheit regiert, ganztägige Betreuungseinrichtungen rasch umzusetzen und für die entsprechende pädagogische Betreuung, die von der Gemeinde zu stellen sind, zu sorgen. Strobl ortet einen aktuellen Fehlbedarf von rund 200 Pflichtschullehrer für die ganztägigen Schulen in Wien, die von Wien zu finanzieren wäre. Das sind in Wahrheit die Lehrer, die derzeit in den Wiener Schulen fehlen, betonte Strobl.

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