Fischer würdigt Rosa Jochmann zu ihrem 10. Todestag

Wien (SK) Als "ganz große Autorität", die von allen in der Sozialdemokratie absolut respektiert wurde und die auch über die Parteigrenzen hinweg von allen anerkannt wurde, würdigte der stv. SPÖ-Bundesparteivorsitzende Heinz Fischer am Dienstag Abend im Rahmen einer Gedenkveranstaltung die "große Sozial- und Frauenpolitikerin und leidenschaftliche Antifaschistin" Rosa Jochmann. Dass Rosa Jochmann durch ihre schlimmen Erfahrungen im Austrofaschismus und der Nazi-Diktatur nicht hart und verbittert geworden sei führte Fischer darauf zurück, dass sie "verzeihen ja" aber "nicht vergessen" kombiniert hat. ****

"Im Parlament war Rosa Jochmann jemand, der selten zum Rednerpult ging. Wenn sie dann aber geredet hat, haben ihr alle zugehört", erinnerte sich Fischer. Es handelte sich dabei zumeist um Themen wie Vergangenheit, Faschismus, Demokratie, Menschenrechte und Freiheit. Was Fischer an Rosa Jochmann besonders imponierte, war, "dass sie die heikle Balance zwischen 'Verzeihen ja aber vergessen nicht' schaffte". Als besten Schutz gegen die Gefahr neuer Entwicklungen in Richtung Faschismus habe Rosa Jochmann immer auf das Wachhalten der Erinnerungen gepocht, so Fischer.

"Es reicht uns nicht aus, eine einzige Frau irgendwo an der Spitze zu haben, die sich nicht um die Probleme der Mehrheit der Frauen in Österreich kümmert", betonte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer - und setzte nach, dass es "eine klare Sache" sei, "dass wir einen Bundespräsident Fischer haben wollen". Auch SPÖ-Nationalratsabgeordnete Christine Lapp schlug eine Brücke von der "wichtigen Frauenpolitikerin" Rosa Jochmann zur bevorstehenden Bundespräsidentenwahl: "Frau sein allein ist kein Programm, auch der Inhalt zählt." (Schluss) lm

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