Wien Mitte: Breite Zustimmung für adaptiertes Projekt

Wien (OTS) - Im vergangenen Jahr wurde seitens der Stadt Wien ein geladener, anonymer städtebaulicher Wettbewerb für Wien Mitte ausgeschrieben, der am 10. Oktober 2003 abgeschlossen war. Den Zuschlag erhielt der Entwurf des Architektenduos Dieter Henke / Martha Schreieck, der nunmehr in seiner adaptierten Form vorliegt und am Montag im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung der Jurymitglieder unter dem Vorsitz von Prof. Kunibert Wachten und dem Fachbeirat für Stadtplanung und Stadtgestaltung unter Vorsitz von Prof. Hans Hollein diskutiert wurde. Der überarbeitete Entwurf wurde von allen Beteiligten, sowohl von den FachexpertInnen als auch den VertreterInnen der politischen Fraktionen im Preisgericht, als sehr positiv beurteilt.****

Für die Jury war im Rahmen der ersten Jurysitzung im Oktober 2003 die Einfachheit und Klarheit des städtebaulichen Vorschlages, das Prinzip des gedeckten, großzügigen Hofes sowie die Abstraktion von der architektonischen Handschrift maßgeblich. Die Jury schätzte im Besonderen die Fähigkeit des Projektes, in unabhängigen Abschnitten realisiert zu werden, wie auch die Möglichkeit, künftige, unterschiedliche architektonische Sprachen zu integrieren. Die Jury empfahl seinerzeit jedoch eine Überarbeitung des Projekts vor allem in Zusammenhang mit dem Flächenangebot für Büro- und kommerzielle Nutzung. Unter anderem wurde eine Adaptierung hinsichtlich

o der Einhaltung der in den Auslobungsunterlagen vorgesehenen Flächenwerte, o der Überprüfung der Positionierung und gestalterischen Ausbildung der Hochhaus-Scheibe in Zusammenhang mit dem City Tower sowie o der Qualitätssicherung durch Einbindung des Preisgerichts in die Weiterbearbeitung des Projekts

beschlossen. Zusätzliche Auflagen wurden seitens der Jury u.a. zur Qualität und Funktionalität des Flächenangebotes festgelegt.

Qualität des ursprünglichen Siegerprojekts beibehalten

Das Siegerprojekt wurde in den vergangenen Wochen auf Basis der Juryempfehlungen in intensiver und konstruktiver Zusammenarbeit der Architekten mit allen befassten Dienststellen des Magistrats, den Verkehrsträgern sowie weiteren Fachexperten weiterentwickelt. Mit dem nunmehr überarbeiteten Entwurf wurde den Empfehlungen Rechnung getragen. Grundtenor aller Stellungnahmen war, dass die hohe städtebauliche Qualität des ursprünglichen Siegerprojekts beibehalten wurde. Die wesentlichen Änderungen beziehen sich auf eine Anhebung des Rahmenbaus um 1 ½ Geschosse sowie eine Erhöhung des Turms auf 65 bis an einem Punkt max. 70 m, wodurch ein entsprechender Bezug mit dem City-Tower positiv eingegangen werden kann. Die Vorrückung der Baulinie in der Landstraßer Hauptstraße wird als Akzentuierung des besonderen Ortes angesehen, wobei in diesem Zusammenhang eine funktionelle und gestalterische Verbesserung des Platzraumes angeregt wurde.
Bei der von allen Seiten anerkannten höheren Flächenflexibilität im Inneren sieht der Betreiber noch Möglichkeiten der Qualitätssteigerung insbesondere auf die wirtschaftliche Realisierung und Machbarkeit vor allem für die Einzelhandels- und Büroflächen.

Der weitere Abstimmungsprozess mit den Nutzern wird zu diesen Qualitätssteigerungen beitragen. Aufgrund des Votums und der Aussagen der Beteiligten wird seitens der Stadt nunmehr umgehend das Verfahren zum Entwurf des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes eingeleitet. Dabei ist auch die öffentliche Darstellung und Diskussion ein wesentlicher Bestandteil. Angestrebt ist, dass noch im Herbst 2004 der neue Flächenwidmungs- und Bebauungsplan dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt werden kann. Parallel dazu kann mit der Vorarbeit der Objektsplanung durch den Investor begonnen werden. Dessen Vertreter hatte sich im Rahmen der Sitzung ebenfalls positiv zum Projekt geäußert, wenngleich die Wirtschaftlichkeit von vielen anderen, von Seiten der Stadtplanung und Architekten nicht beeinflussbaren Faktoren, abhängen wird.

o Im Internet:
http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/wienmitte/index.htm
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