Schweinemarktkrise: Steirische Landwirtschaftskammer erwartet Entschärfung

Wlodkowski begrüßt Exportbeihilfen für europäisches Schweinefleisch

Graz (AIZ) - Die seit mehreren Monaten anhaltende
Schweinemarktkrise dürfte sich in nächster Zeit entschärfen", erwartet der steirische Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski. Er verweist darauf, dass die EU ab Dienstag, 27.01., bis 01.04.2004, Beihilfen für den Export von Schweinefleisch in Drittstaaten gewährt. Dadurch soll die Ausfuhr von europäischem Schweinefleisch wieder angekurbelt und der EU-Markt entlastet werden, was eine wesentliche Voraussetzung für die Preiserholung ist. "Diese Entscheidung der EU-Kommission wird wesentlich zur Existenzsicherung der heimischen Schweinebauern beitragen. Eine Hauptforderung der Bauernvertretung wird damit erfüllt", so Wlodkowski. Es bestehe nunmehr die Hoffnung, "dass das laufende Jahr kein weiteres Krisenjahr für die Schweinehalter wird".

Die heimischen Schweinebauern kämpfen bekanntlich seit mehreren Monaten mit Tiefstpreisen. Grund für die Preismisere ist der schwache Dollar. Dieser hat innerhalb eines Jahres gegenüber dem Euro um rund 30% an Wert verloren. Wlodkowski: "Europäisches Schweinefleisch ist deshalb mit jenem aus den Dollarländern nicht mehr konkurrenzfähig. Europa hat daher angestammte Exportmärkte in Südostasien, Hongkong und Japan an die Mitbewerber USA, Brasilien oder Kanada verloren." In der Folge seien die europäischen Schweinefleischexporte ins Stocken geraten, die Preise seien auch für die heimischen Schweinebauern ins Bodenlose gefallen.

Nachdem die Schweinepreise für die Bauern im November/Dezember 2003 auf einen Tiefstand von EUR 0,87 je Kilo sanken, hatte die EU-Kommission knapp vor Weihnachten mit einer Lagerhaltungsaktion als erstes Signal reagiert: EU-weit wurden rund 85.000 t Schweinefleisch eingelagert. Infolge dessen und auf Grund des etwas schwächeren Angebotes ist nach Weihnachten der Schweinepreis auf EUR 0,97 je Kilo gestiegen.
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