ÖGB: Rasche Harmonisierung der Pensionen ist eine Frage der Gerechtigkeit

Leutner: Wir haben seit Oktober ein Konzept, die Regierung noch immer keine Lösung

Wien (ÖGB). "Die Harmonisierung der Pensionen so rasch als möglich zu verwirklichen ist eine Frage der Gerechtigkeit. Je rascher die Harmonisierung kommt, desto rascher werden Ungerechtigkeiten beseitigt und langfristige Einsparungen erzielt", stellt Dr. Richard Leutner, Leitender Sekretär im ÖGB, zu den heute erschienenen Kostenberechnungen der Pensionsharmonisierung fest: "Gilt die Harmonisierung nur für unter 35-jährige, wären die Pensionen erst in frühestens 30 Jahren harmonisiert. Und das ist eindeutig zu spät und ungerecht!" so Leutner.++++

Die vom Regierungsexperten errechneten 'Mehrkosten' bei der Harmonisierung der Pensionen entstehen großteils nur theoretisch, und vor allem dadurch, dass der Staat für seine Beamte bereits ab einem Stichtag Dienstgeberbeiträge in ein einheitliches Pensionssystem zahlt. Dies einfach als teuer hinzustellen ist aber falsch, da dieser Mehraufwand für Beamte als Beitragszahlung ins Umlageverfahren einfließt und daher mit dem Bundesbeitrag gegengerechnet werden muss, welcher dadurch beträchtlich sinkt.

"All das hat der ÖGB in seinem Pensionsmodell 'Österreich-Pension' bedacht und berücksichtigt. Wir haben seit Oktober ein Konzept, die Regierung aber noch immer keine Lösung. Die Regierung wäre gut beraten, die Gewerkschaftsvorschläge aufzugreifen statt immer neue Gründe zu suchen, warum die versprochene Harmonisierung doch nicht möglich sein soll", so Leutner abschließend. (aw)

ÖGB, 26. Jänner 2004
Nr. 032

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