VP-Tschirf: Neue Beschäftigungsformen erfordern neues Arbeitsrecht

ÖAAB-Amon: Schwerpunkt Familie und Beruf

Wien (VP-Klub) "Der ÖAAB-Wien beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit jenen Problemen, die die Arbeitswelt im städtischen Raum, mit sich bringt. Wir werden Herrn BM Martin Bartenstein heute anlässlich des Landestages des ÖAAB-Wien unsere Vorstellungen darlegen und ihm quasi einen Arbeitsauftrag übermitteln. Unser Ziel muss es sein, ein modernes Tagelöhnertum zu verhindern", kündigte ÖVP-Klubchef und Obmann des ÖAAB-Wien, LAbg. Matthias Tschirf heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ÖAAB Generalsekretär NR Werner Amon an.

Er sprach sich in diesem Zusammenhang für eine Novellierung des ABGB und der Gewerbeordnung aus. Um Personalkosten zu minimieren, werde von Seiten gewisser Arbeitgeber versucht, sich über arbeitsrechtliche Normen hinweg zu setzen. Man arrangiere sich mit den Mitarbeitern auf einer Ebene, die viele Vorteile für das Unternehmen aber keine für den Arbeitnehmer brächten. Daher hätten in Dienstverträge für diese neue Form der Beschäftigung zwingenden Bestimmungen verankert zu sein, die eine solche Entwicklung verhindern, so Tschirf.

Vergabe von Plätzen in Pflegeheimen ist derzeit Roulettespiel

Als einen weiteren Schwerpunkt der sozialpolitischen Arbeit des OAAB nannte der Landesobmann den Pflegebereich. "Derzeit ist die Unterbringung in einem städtischen Pflegeheim ein echtes Roulettespiel. Wenn man Pech hat landet man in einem reinem Bettenlager. Diese bestehenden Unterschiede müssen deshalb durch ein mit strengen Qualitätskriterien versehenes Pflegeheimgesetz beseitigt werden," erklärte er dazu.

Er verlangte außerdem verbesserte Arbeitbedingungen für das Pflegepersonal. "Wer gute Pflege haben will muss das Pflegepersonal pfleglich behandeln," so Tschirf.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist wichtigstes Thema der nächsten Zeit

Für ÖAAB Generalsekretär Werner Amon stelle die Vereinbarung von Familie und Beruf eine wesentliche Herausforderung für die nächsten zehn Jahre dar. "Mit der Forderung auf das Recht auf Teilzeit, ist dem ÖAAB ein erster entscheidender Schritt in die richtige Richtung gelungen. Es ist zu hoffen, dass diese Maßnahme schon in nächster Zeit vom Nationalrat beschlossen wird", so Amon abschließend.

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