ÖCV Präsident: Eltern sollen stellvertretend für ihre Kinder wählen dürfen.

Chance zur Weichenstellung im Konvent

Wien (OTS) - Der Präsident des Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV), Leo Borchardt, hat sich heute zur Idee des Kinderwahlrechts geäußert. Anlass dazu ist das heute stattfindende Hearing der Familienorganisationen im Österreich Konvent. "Den Generationenvertrag auch im Wahlrecht zu verwirklichen ist ein interessantes Zukunftsprojekt", sagt der CV-Chef. Als größter Studenten- und Absolventen Verband des Landes spiegelt der Cartellverband gelebte Generationensolidarität wieder.

Ein Stimmrecht von Geburt an, welches bis zum Erreichen des Wahlalters, stellvertretend von den Eltern ausgeübt werde, bringe nach Meinung von Borchardt viele Vorteile mit sich.

Eine vierköpfige Familie leistet einen gesellschaftlich höheren Beitrag als ein Singlehaushalt, meint der ÖCV-Präsident. "Ohne kinderlose Familien zu benachteiligen, sollte dieser Umstand auch im Wahlrecht berücksichtig werden." In diesem Zusammenhang bezeichnet Borchardt das Stellvertreterwahlrecht von Eltern für ihre Kinder als reizvoll. "Dadurch würde man kinderreichen Familien gesellschaftlichen Tribut zollen." In dieser Sache sei nach Ansicht Borchardts eine Vorreiterrolle in Europa absolut erstrebenswert.

Es sei nicht zu leugnen, so Borchardt, dass sich politische Entscheidungen meist auch an der Wählerwirksamkeit orientieren müssen. Dadurch werde aber die Generation der noch-nicht-Wahlberechtigten vernachlässigt. Dem kann der ÖCV-Präsident, welcher dieses Jahr unter den Arbeitstitel "Nachhaltigkeit" gestellt hat, wenig abgewinnen. "Die Kinder und Jugendlichen von heute zu einer relevanten Wählergruppe zu machen, ist ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltige Familienpolitik", macht Borchardt klar. Er erhoffe sich durch diese Maßnahme auch ein Umdenken. Mehr Mut zur Nachhaltigkeit, erwartet sich der ÖCV-Präsident, sowohl seitens der Politik auch der Eltern. "Wenn man nicht nur für sich, sondern auch für sein Kinder abstimmt, wird man wohl mit mehr Weitblick entscheiden.", kann sich Borchardt vorstellen.

Als Vertreter der jungen Studierenden im Cartellverband, appelliert Borchardt abschließend an den Konvent "dieses wichtige Zukunftsthema aufzugreifen und die Weichen für ein nachhaltiges Miteinander der Generationen zu stellen."

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