Verkehrstelematik "made in Kärnten" soll Wirtschaftsstandort aufwerten

LH Haider: ASFINAG richtet Forschungszentrum im Lakesidepark ein

Klagenfurt (LPD) - Die Zukunftstechnologie Telematik soll künftig Kärnten als Innovationsstandort kräftig aufwerten. Die ASFINAG (Autobahn- und Schnellstraßen-FinanzierungsAG) richtet im Klagenfurter Lakeside Science & Technology Park ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Telematik ein. Wie die klaglose Einführung des Mautsystems in Österreich durch die ASFINAG gezeigt habe, sei Österreich damit ein führender Technologielieferant bei Verkehrsleitsystemen, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Kärnten wolle diese Chance im Bereich der Forschung und Entwicklung im Lakesidepark nützen, unterstrich heute Landeshauptmann Jörg Haider bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ASFINAG-Vorstandsvorsitzenden Walter Hecke, ASFINAG-Aufsichtsratsvorsitzenden Johann Quendler und dem Geschäftsführer der Lakeside Science & Technology Park GmbH, Hans Schönegger.

Acht bis zehn Mio. Euro werde die ASFINAG im Lakesidepark investieren, informierte Haider. Der Technologiepark mit Campus nahe der Klagenfurter Universität starte nun mit der zweiten Ausbaustufe, die erste sei bereits voll belegt. Im Endausbau sind rund 2000 Arbeitsplätze vorgesehen. Wie Haider sagte, sei der Park einzigartig in Österreich in seiner Kombination von Forschung und Entwicklung in Kooperation mit der Universität, Fachhochschulen (z. B. Klagenfurt mit Telematik), Forschungseinrichtungen und Betrieben unter einem Dach. Unter anderem seien bereits die für die Mautentwicklung bekannte Firma Kapsch im Park angesiedelt, weitere sind Commaro, SER, das Gründerzentrum BUILD usw.

Der Park sei eine Profilierungschance für die Universität und könne ein wichtiger Motor der wirtschaftlichen Entwicklung Kärntens werden, wies der Landeshauptmann auf die enormen Marktchancen hin.

Wie Hecke sagte, werde die ASFINAG in Kürze mit einem Entwicklungsteam (8 bis 10 Personen) die Arbeit in Kärnten aufnehmen. Fix sei auch die Umsetzung von Ökologisierungs-Maßnahmen an den österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen im nächsten Jahr. Man wolle selbst Forschung und Entwicklung forcieren und ein Teil davon komme dem Lakesidepark zugute. Neben Kapsch werde auch Infineon ein wichtiger Partner der ASFINAG sein, so Hecke. Durch Staueffekte würden Milliarden Euro vergeudet. Die Telematik habe neben der Verkehrsflüssigkeit auch das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten zu senken. Die Entwicklung gehe immer mehr in Richtung "intelligente Straße" und Kommunikation mit und zwischen Autos.

Quendler hob die Verkehrstelematik als einen Schwerpunkt der ASFINAG hervor. Über 200 Mio. Euro würden hier in den nächsten Jahren investiert werden und man wolle auch rasche Erfolge haben. Lakesidepark-Geschäftsführer Schönegger hob ebenfalls die guten Kooperationen im Zusammenhang mit dem neu entstehenden Park hervor. Er nannte einen Gesamtkostenaufwand in Höhe von 30 Mio. Euro. Ziel sei es, den Park, der bereits Mitglied von European Business Center ist, international gut zu platzieren.
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