FP-Landauer fordert Offensive für den Pflegeberuf

Wien (OTS) - Eine Offensive, die den Pflegeberuf attraktiver
machen soll, forderte Montag die Freiheitliche Stadträtin Karin Landauer in einem Pressegespräch. Dazu gehöre an erster Stelle eine Ausbildungsoffensive. Bis zum Jahr 2007 würden, so die Stadträtin, weitere 4.500 Arbeitsplätze in diesem Bereich geschaffen werden müssen, Wien habe aber nicht vorgesorgt. Derzeit würden auch die Ausbildungsplätze nur zu ungefähr einem Drittel ausgeschöpft. So seien z.B. in Lainz von 190 Ausbildungsplätzen nur 64 besetzt oder im Wilhelminenspital von 270 Ausbildungsplätzen nur 90. Auch über eine Fachhochschule für Pflegewissenschaft wie in Graz sollte man nachdenken. Wiedereinsteigern sollte man Anreize bieten und auch Arbeitslose sollten für den Pflegeberuf interessiert werden. Notwendig wäre auch, so Landauer, eine Bedarfserhebung für das Pflegepersonal, die einen Ist-Zustand und auch Zukunftsperspektiven umfasst. Das Sozialjahr, der Zivildienst und der Grundwehrdienst sollten bei der sozialen Absicherung und der Entlohnung gleichgestellt werden.

Landauer berichtete in dem Pressegespräch auch von einer positiven Reaktion des Bürgermeisters auf ein Schreiben von ihr, in dem sie u.a. auch anregte, dass sich politische Mandatare an dem "Projekt Sonnenschein" beteiligen sollen. Bei diesem Projekt wird um Menschen geworben, die in Geriatriezentren kostenlos Hilfe für zu pflegende Personen leisten. Für diese Hilfstätigkeiten sei keine Ausbildung notwendig, sondern nur Zeit und guter Wille. Kritik übte die FPÖ-Politikerin an einer Broschüre des Krankenanstaltenverbundes, die sich mit den Leitlinien des KAV befasst und in der dazu ein Mikado-Spiel abgebildet wird. "Wer sich zuerst bewegt, muss gehen, oder wer Fehler aufzeigt, der ist der Böse", sei angesichts der aktuellen Ereignisse der erste Gedanke. Der KAV sollte lieber offensive Maßnahmen für den Pflegeberuf setzen, statt Prospekte drucken zu lassen.

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