Bösch: Privatisierungen der Energieversorger unter die Lupe nehmen

Anfrage an die EU-Kommission soll Auswirkungen der Energiemarkt-Privatisierungen klären

Wien (SK) "Es ist an der Zeit, die Auswirkungen der Energiemarkt-Liberalisierung einmal genauer unter die Lupe zu nehmen." So begründet Herbert Bösch, SPÖ-Europaabgeordneter und EU-Budgetexperte, seine jüngste Anfrage an die EU-Kommission zum Thema Strompreise und Energiemarkt. Auslöser der Anfrage waren Medienberichte, wonach einige Energiekonzerne in der EU von kräftig gestiegenen Strompreisen profitierten - darunter ein heimischer Energieversorger der eine Erhöhung der Netztarife verlange, um so für das eingesetzte Kapital "auf eine Mindestrendite von sieben Prozent" zu kommen. ****

Im Detail will Bösch von der EU-Kommission nun Informationen darüber, wie sich die (Teil-)Privatisierungen auf die Strompreise für Privathaushalte, kleine und mittlere Unternehmen sowie für Großabnehmer entwickelt haben. Dem solle die Kommission die Preisentwicklung in jenen Energiekonzernen gegenüberstellen die sich in staatlicher Hand befinden.

Weitere Punkte betreffen die Frage, wie sich seit den (Teil)-Privatisierungen die Investitionen in die Leitungsnetze entwickelt haben. "Hier müssen wir aus den Fehlern in den USA lernen, Europa soll auch in Zukunft über ein sicheres und modernes Stromnetz verfügen", ist Bösch überzeugt. Zu klären sei weiters, wie die Umweltbilanz aussieht: "In welchem Umfang investierten private Energiekonzerne in den letzten zehn Jahren in alternative Energiegewinnung?", fragt der Parlamentarier nun die Kommission. (Schluss) ns/mp/mm

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