ÖAMTC: Glatteis-Warnanlagen sind besseres Mittel zur Unfallvermeidung als Section Control

Schwere Glatteisunfälle vom Wochenende mit stundenlangen Straßensperren zwingen zum schnellen Handeln

Wien (ÖAMTC-Presse) - Der ÖAMTC fordert angesichts der schweren Glatteisunfälle vom vergangenen Wochenende mit stundenlangen Straßensperren am Semmering und im Wechselabschnitt verbesserte Maßnahmen zur Unfallvermeidung. "Tempokontrollen sind zwar ein Teil der Unfallprävention. Warnungen vor zu geringem Abstand, Nebel oder Glatteis sind aber geeignetere Mittel, um solche Unfälle künftig zu vermeiden", sagt ÖAMTC-Verkehrsexperte Willy Matzke.

Wie wichtig die Warnung der Autolenker vor Gefahrensituationen ist, beweisen zwei vom ÖAMTC initiierte Projekte: Die Nebel-Warnanlage auf der Westautobahn (A 1) im oberösterreichischen Seengebiet sowie die Glättewarner auf der Semmering Schnellstraße (S 6) beim Knoten St. Michael und südlich von Mürzzuschlag haben sich voll bewährt. Auf diesen Abschnitten sind die Unfallzahlen drastisch gesunken.

Matzke verweist in diesem Zusammenhang auf eine langjährige Forderung des Clubs: Sicherheit braucht auch Platz. "Die Südautobahn ist im Wechselabschnitt eine Unfallautobahn. Im Wechselabschnitt ist sie die gefährlichste Autobahn Österreichs", sagt der Verkehrsexperte. Bauliche Mankos wie zu enge Kurven, zu schmale Fahrbahnen, keine oder zu schmale Pannenstreifen, fehlende Pannenbuchten, keine ausreichende Mittelsicherung mit Blendschutz erhöhen zusätzlich die Unfallgefahr. Absolut schlechte Fahrbahnzustände mit Spurrillen und unterschiedliche Griffigkeit des Fahrbahnbelags sowie viele gefährliche Unebenheiten machen den Wechselabschnitt zur Todesstrecke. "Es ist inakzeptabel, dass monatelang eine Section Control für den Wechselabschnitt vorbereitet wird, aber Glatteis-Warneinrichtungen fehlen", kritisiert Matzke.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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