WIE SIE WINTERFIT UND OHNE STAU IN DIE FERIEN FAHREN

2.500 Unfälle auf Schnee pro Jahr. Bei erschwerten Fahrbedingungen rät das KfV zu bremsbereiter Fahrweise Reiseplanung und Auto-Service

Wien (OTS) - Am Freitag werden sich zahlreiche Erholungshungrige wieder ein Stelldichein auf Österreichs Straßen geben. Die Skigebiete locken und die bevorstehenden Semesterferien geben Anlass für sportliche Betätigung an frischer Luft. Die Eiseskälte der letzten Tage hat die Straßen allerdings gefrieren lassen - besondere Vorsicht ist an-gesagt. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) passieren pro Jahr rund 2.500 Unfälle auf schneebedeckten oder eisigen Straßen. In den letzten Tagen kam es immer wieder zu Unfällen auf glatten Fahrbahnen. Damit das Ziel sicher erreicht wird, muss die Fahrweise den winterlichen Fahrbedingungen angepasst werden. Dazu gehört vor allem: Fuß vom Gas, Sicherheitsabstand halten und auf Kuppen, Brücken, Walddurchfahrten und Tunnelausfahrten besonders vorsichtig fahren!

Dem Stau ein Schnippchen schlagen

Auch Staus gehören leider zur Ferienreisezeit. KfV-Chef Dr. Othmar Thann rät zur Planung der Reise: "Schlagen Sie dem Stau ein Schnippchen und vermeiden Sie überstürztes Losfahren! Wer fährt, wenn alle fahren - nämlich gleich am Freitag oder Samstag - muss damit rechnen, Bestandteil einer Blechlawine zu sein. Lassen Sie sich Zeit, und besorgen Sie sich Straßenkarten mit Baustellenplänen sowie Informationen der Autofahrerclubs, um im Ernstfall cool zu bleiben. Wer regelmäßig den Verkehrsfunk abhört, Abstand hält, die Fahrgeschwindigkeit konstant hält und nicht allzu häufig die Spur wechselt, trägt viel dazu bei, dass der Verkehr fließen kann."

Pausen: Für müde Lenker und Kinder

Für Kinder wird langes Autofahren häufig zur Qual. Regelmäßige Pausen, genügend Reiseproviant, Getränke und Spiele machen Eltern und Kindern das Reisen angenehm. Damit alle sicher an ihr Ziel kommen, sollte der Fahrer die Reise nicht nach einem anstrengendem Arbeitstag antreten, sondern sich ausgeruht hinters Steuer setzen. Eine Pause alle zwei bis drei Stunden bzw. bei den ersten Ermüdungsanzeichen wie verspannten Nackenmuskeln, Müdigkeit in den Armen, schwerem Kopf und schweren Augenlidern, häufigem Gähnen oder Konzentrationsstörungen hält Lenker munter. Bewegung an der frischen Luft, leichte Kost und alkoholfreie Durstlöscher beugen Erschöpfungserscheinungen vor. Schließlich gilt Müdigkeit am Steuer als eine der Hauptunfallursachen im Fernreiseverkehr.

Auto winterfit machen!

Damit das Auto keine bösen Überraschungen bereitet ist ein Rundum-Winter-Check von Beleuchtung, Bremsen, Reifenprofil und -druck, Scheibenreinigung, Ölstand, Bremsflüssigkeit und Kühlwasser samt Frostschutz vor der Reise anzuraten. Wer zudem richtig packt -nämlich schwere Gepäckstücke im Kofferraum ganz unten verlädt, leichte obenauf und auf keinen Fall Schirme, Taschen, Flaschen oder ähnliches im Fonds des Wagens ablegt, da diese bei Bremsmanövern schnell zu gefährlichen Geschossen werden können, - hat einen wichtigen Schritt in Richtung sichere Fahrt getan.

11 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon 5 am Wochenende

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 7 Pkw-Insassen (davon 7 Lenker), 1 Lkw-Lenker und 3 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (3), Überholen (1), epileptischer Anfall (1) und Fehlverhalten Fußgänger (3) festgestellt werden. Bei 3 Unfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 3 der 11 tödlichen Unfälle waren Alleinunfälle. 2 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Vom 1. Jänner bis zum 25. Jänner dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 39 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 45 Menschen tödlich.

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Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Gabriele Hinterkörner
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71 770/161
http://www.kfv.at

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