Steuerreform: Junge Wirtschaft begrüßt Entlastungen bei Einkommensteuer

Lehner: Warten noch auf versprochene Abschaffung der Mindest-KÖSt für Gründer

Wien (PWK055) - Bisher bekannte Punkte der von der Regierung geplanten Steuerentlastung stoßen bei der Jungen Wirtschaft Österreich (JWÖ), der Interessenvertretung der Jungunternehmer, auf Zuspruch. Die Senkung der KÖSt auf nunmehr 25 Prozent sei ein Signal für den Wirtschaftsstandort, und von einem starken Standort könnten alle Unternehmen profitieren. Eine Entlastung für kleine Unternehmen sieht Peter Lehner, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft, aber vor allem bei der Tarifreform der Einkommensteuer: "Für Inhaber kleiner Unternehmen mit geringen Gewinnen bringt die Tarifsenkung Einsparungen bei der Einkommensteuer von bis zu 44,2 Prozent. Das bedeutet, dass ein Betrieb, der einen Gewinn von 12.000 EUR im Jahr macht, künftig nur noch 767 EUR statt wie bisher 1.374 EUR bezahlt."

Aus Sicht der Interessenvertretung der Jungunternehmer ist aber dennoch ein wichtiger Punkt noch offen: Die Abschaffung der Mindest-KöSt für Unternehmensgründer. Derzeit stehen neu gegründete Unternehmen, die Kapitalgesellschaften sind, nämlich noch immer vor dem Problem, dass sie Gewinnsteuer zahlen müssen, obwohl sie (noch) gar keine Gewinne machen. Bei der Bundestagung der Jungen Wirtschaft im Herbst 2003 hatte Finanzminister Grasser noch versprochen: "Die Mindest-KöSt für Gründer gehört weg".

"Die Devise muss lauten: Wer noch keinen Gewinn macht, soll auch keine Steuern dafür zahlen. Außerdem: Wer den Mut aufbringt, in Österreich ein Unternehmen zu gründen, sollte vom Finanzminister dafür ein Dankesschreiben bekommen. Stattdessen bekommt er als Erstes einmal eine Steuervorschreibung. Signale wie diese gehören weg, wenn aus Österreich ein Land der Unternehmer werden soll", betont Lehner.

In Sachen Finanzierung der Steuerentlastung erwartet die Junge Wirtschaft, dass diese nicht auf Kosten der Ausgaben für Forschung und Entwicklung oder der Förderung von Unternehmensgründern und Betriebsnachfolgern geht und regt erneut eine weitere Entbürokratisierung an. "Die Vorzeichen für einen Aufwind der europäischen Wirtschaft sind besser geworden. Die Unternehmen werden investieren und genau das muss auch die Republik tun. Ideenreichtum statt Verwaltungsreichtum soll dabei der Grundsatz sein", so Lehner abschließend. (us)

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