"profil": Gusenbauer weist innerparteiliche Kritik an Kindergarten-Vorschlägen zurück

SPÖ-Chef bekräftigt Kanzleranspruch - Wahlerfolg Haiders in Kärnten so wahscheinlich wie Schneefall im Juli am Wörthersee

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" schließt der SPÖ-Vorsitzende Alfred Gusenbauer aus, dass die Kärntner FPÖ bei den kommenden Landtagswahlen stimmenstärkste Partei werden könnte und somit Jörg Haider Landeshauptmann bleiben würde. Gusenbauer: "Das wäre so ähnlich wie darüber zu diskutieren, dass es im Juli am Wörthersee schneit." Jörg Haider habe in Kärnten versagt, die Zeit sei reif für einen Wechsel, so der SP-Vorsitzende.

Gegenüber "profil" erneuert Gusenbauer seinen Anspruch auf den Posten des Regierungschefs: "Ich will gestalten, und das kann man am besten als Bundeskanzler." Er wisse aber, dass viele sich Mühe geben würden, das zu verhindern.

Die innerparteiliche Kritik an seinen Vorschlägen zu einem verpflichtenden Kindergartenbesuch für Zuwandererkinder weist Gusenbauer im "profil"-Interview zurück: "Wir wollen allen Kindern faire Chancen bieten. Daher hab ich mein Angebot gemacht, das Teil einer großen sozialdemokratischen Bildungsoffensive ist."

Befragt zur Kritik, die in Teilen der SPÖ an deren Vorsitzenden geäußert wird, meint Gusenbauer, es würde sich um "anonyme und unpassende Vorwürfe" handeln. Gusenbauer: "Von Beckmessern werde ich mich sicher nicht abhalten lassen."

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