Zusammenarbeit zwischen EUROCHAMBRES und EU-Wirtschafts- und Sozialausschuss zwecks Erreichung der Lissabonner Reformziele

Leitl trifft den Präsidenten des Wirtschafts- und Sozialausschuss, Roger Briesch

Wien (PWK052) - Das Ziel, die EU bis 2010 zur erfolgreichsten Wirtschaftsregion der Welt zu machen, ist nur zu erreichen, wenn die Wirtschafts- und Sozialpartner auf allen Ebenen in einem "bottom up-Ansatz", also von unten nach oben, einbezogen sind. Darin waren sich Roger Briesch, Präsident des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA), und Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und der Europäischen Wirtschaftskammern (EUROCHAMBRES), bei ihrem Treffen am 23. Jänner in Brüssel einig. Die EU-Kommission hatte an den EU-Regierungen heftige Kritik geübt, weil sie die im Rahmen des Lissabon-Prozesses vereinbarten Reformen nur schleppend umsetzen. "Den Ankündigungen der Regierungen müssen nun endlich Taten folgen", forderten Briesch und Leitl unisono.

Die beiden Präsidenten stimmten darin überein, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen EUROCHAMBRES und dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des 2010-Ziels darstellt. Mit einem Netzwerk von mehr als 2000 lokalen und regionalen Kammern repräsentiert EUROCHAMBRES eine breite Basis von Unternehmen in Europa. "Mit unseren Mitgliedern, die aus Betrieben ganz unterschiedlicher Größe bestehen und aus sämtliche Branchen der europäischen Wirtschaft kommen, können wir wichtige Erfahrungen einbringen", sagte Leitl. Gebündelt mit dem Wissen des EWSA, in dem die verschiedenen Akteure des Wirtschaftslebens und der Zivilgesellschaft vertreten sind, könne man einen wichtigen Beitrag zu einer gemeinsamen europäischen Strategie leisten, die auf unternehmerischer Initiative basiert.

Als Beispiele für die positiven Resultate, die sich aus der Einbeziehung der Wirtschafts- und Sozialpartner zum Zweck der Erhöhung der Beschäftigung ergeben, nannten Briesch und Leitl Lothringen, aber auch Oberösterreich. "Runde Tische" zum Thema Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik, wie sie in Oberösterreich auf Bezirksebene unter Einbeziehung der Sozialpartner sowie von Bezirkshauptmannschaften, Arbeitsmarktservice etc. stattgefunden haben, seien ein "Best practice"-Beispiel für die gesamte EU, betonte Leitl.

In einer engen Zusammenarbeit der beiden Organisationen sollen nun Maßnahmen ausgearbeitet werden, die zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen und zur Erhöhung der Beschäftigung beitragen. (SR)

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