LR Dr. Hermann Kepplinger: Wohnen in Oberösterreich muss leistbar bleiben!

Mehr als 15.000 Menschen suchen in Oberösterreich dringend Wohnung

Linz (OTS) - "Ohne Wohnbauförderung müssten viele Familien in Oberösterreich auf die Schaffung eines eigenen Heimes verzichten, weil sie es sich einfach nicht leisten können. Ohne Wohnbauförderung werden sich auch die Mieten nahezu verdoppeln - und die Opfer sind hauptsächlich Senioren und vor allem sozial schwächere Menschen", bringt es Wohnbau-Landesrat Dr. Hermann Kepplinger auf den Punkt. "Angesichts der Tatsache, dass mehr als 15.000 Menschen in Oberösterreich dringend eine leistbare Wohnung suchen, richten sich die Überlegungen von Finanzminister Grasser, die Wohnbauförderung zu kürzen oder zu streichen, gegen das Wohl der Menschen. Zudem würden die Umwelt- und Lebensqualität rasch sinken."

15.781 Menschen suchten mit Stichtag 1. September 2003 in Oberösterreich dringend eine leistbare Wohnung. Das sind um 8,4 Prozent mehr als im Jahr 2002, obwohl von 1997 bis 2002 mit Hilfe von Wohnbauförderungsmittel in Oberösterreich rund 45.000 Wohnungen sowie 4.500 Heimplätze neu geschaffen werden konnten.

"Wenn jetzt die Wohnbauförderung - wie von Finanzminister Grasser angedacht - gekürzt oder gar gestrichen werden soll, bedeutet dies auch für Oberösterreich ein soziales Desaster", so Wohnbau-Landesrat Dr. Herrmann Kepplinger. "Die Mieten werden explosionsartig in die Höhe schnellen, Wohnen wird letztlich zum Luxusgut mit der Konsequenz, dass auch in die Sanierung von Wohnobjekten kaum mehr Geld fließen wird. Schon jetzt zeigt sich, dass Wohnungsmieten mit durchschnittlich 4,3 Prozent enorm gestiegen sind und zu den Preistreibern des Jahres 2003 zählten."

Für Wohnbau-Landesrat Dr. Hermann Kepplinger ist klar: "Die Förderung in der bestehenden Form ist die wichtigste Grundlage für ein soziales Gleichgewicht auf dem Wohnungsmarkt. Ohne sie würde nicht nur die heimische Bauwirtschaft in Bedrängnis geraten, weil die Wohnraumschaffung stagniert, auch die sozial schwächeren Menschen in unserem Land würden in der Folge noch schmerzhafter die neoliberale Geisteshaltung von Finanzminister Grasser zu spüren bekommen. Einkommensschwache Menschen werden letztlich zu permanenten Bittstellern degradiert, weil sie sich ohne eine Unterstützung das Wohnen nicht mehr leisten können."

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich
Pressereferat
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40003