Kukacka: Neues Werk der Diamond Aircraft Industries schafft neue Impulse für Österreichs Luftfahrt!

Europäische Agentur für Flugsicherheit (ESA) bringt Vorteile für Luftfahrtunternehmen – 60 österreichische Luftfahrtunternehmen beschäftigen 13.000 Mitarbeiter

Wien, 23. Jänner 2004 (OTS) Der Luftfahrt komme für Österreichs Wirtschaft eine große Bedeutung und ein hoher Stellenwert zu. In Österreich gebe es rund 60 Luftfahrtunternehmen mit insgesamt 13.000 Beschäftigten. Das neue Werk der Diamond Aircraft Industries schafft für Österreichs Luftfahrt als auch für den Wirtschaftsstandort wichtige innovative Impulse, erklärte heute, Freitag, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka im Rahmen der Eröffnung des neuen Werkes von Diamond Aircraft Industries in Wr. Neustadt. ****

Innerhalb von wenigen Jahren sei es den Geschäftsführern und den Verantwortlichen von Diamond Aircraft gelungen, dieses Unternehmen zu einem der renommiertesten Hersteller von Motorseglern sowie von ein- und zweimotorigen Motorflugzeugen zu machen. Derzeit werde intensiv daran gearbeitet einen einstrahligen Jet zu entwickeln. „Als auch für den Bereich Luftfahrt zuständiger Staatssekretär im BMVIT ist es mein Anliegen, wichtige und positive Impulse für Österreichs Luftfahrt zu setzen, private Initiativen zu unterstützen und damit den Luftfahrtsektor zu stärken und zu fördern“, erklärte Kukacka.

In den letzten Jahren habe die Luftfahrtindustrie große Anstrengungen unternommen, ihre Aktivitäten so umweltschonend wie möglich durchzuführen. Trotz steigender Flugbewegungen ist der Luftverkehr für die Anrainer spürbar leiser geworden. „Ich vertrete jedenfalls die Meinung, dass Raumordnung und Flächenwidmung so gestaltet werden müssen, dass bei der bestehenden Flughafen- und Flugfelder Infrastruktur die schutzwürdigen Anrainer grundsätzlich auf Distanz gehalten werden sollen. Es darf jedenfalls nicht dazu kommen, dass Anrainer in immer geringerem Abstand zu Flughäfen oder Flugfeldern Wohnhäuser errichten können“, so der Staatssekretär.

Die Bundesregierung werde sich auch weiterhin dabei auf die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für die Luftfahrtindustrie konzentrieren. Das BMVIT wird daher mit Nachdruck und starkem Lobbying die Interessen der österreichischen Luftverkehrswirtschaft in internationalen Gremien und bei der EU vertreten.

„Mit einer Novelle zum Luftfahrtgesetz wollen wir nun eine Neuordnung der behördlichen Aufgaben im Bereich der Luftfahrt, die die EU mit der Schaffung der Agentur für Flugsicherheit im September 2003 in Gang gesetzt hat, bis Mai 2004 umsetzen“, führte Kukacka aus. So sollen die erstinstanzlichen Angelegenheiten von der Obersten Zivilluftfahrtbehörde im BMVIT in die AUSTROCONTROL (Österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt) ausgegliedert werden. Davon sei nunmehr auch die DIAMOND AIRCRAFT in ihrer Funktion auch als Wartungs- und Instandhaltungsbetrieb bzw. als Herstellungs- und Entwicklungsbetrieb betroffen.

Mit diesem Projekt sehen wir die Verwirklichung folgender Ziele vor:
- Schaffung eines One-Stop-Shops bei dem die wesentlichen luftverkehrsrelevanten Angelegenheiten angesiedelt sind (durch Ausgliederung an die AUSTROCONTROL)
- Vereinfachter Zugang der Wirtschaft und der Bürger zum Recht
Hand in Hand mit den anstehenden Liberalisierungsschritten in der Luftfahrt müssen wir die Rahmenbedingungen für eine moderne und effiziente Verwaltung, für klare Zuständigkeiten und Kompetenzen sowie für einen zeitgemäßen Rechtsschutz schaffen, erklärte Kukacka.

Auf EU-Ebene wurde nunmehr die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) mit dem Sitz in Köln geschaffen. Diese Agentur bringe auch Vorteile für die österreichische Luftfahrt mit sich:
- Wesentliche Vereinfachung der luftfahrtrechtlichen Verwaltungsverfahren (nur mehr ein europaweit einheitliches Verfahren in allen Mitgliedstaaten)
- Erlassung von einheitlichen Rechtsvorschriften bei der Zulassung von Zivilflugzeugen
- Direkte Anwendung und Geltung der Zertifizierungen in allen Mitgliedstaaten

Kukacka verwies darauf, dass mit einer klaren Gewaltenteilung und eindeutigen Kompetenzabgrenzungen zwischen Brüssel und Wien Einsparungs- und Synergiepotentiale für die Verwaltung der österreichische Zivilluftfahrt lukriert werden können. Denn in der Vergangenheit musste jeder Betrieb zur Zertifizierung seiner Flugzeuge in jedem der 15 Mitgliedstaat separat einen Antrag stellen, der teuer und zeitaufwändig war, nunmehr gibt es eine einzige Anlaufstelle in Europa. „Jetzt werden wir unsere innerstaatlichen Hausaufgaben machen! Wir werden die Behördenstruktur und die Verfahren im BMVIT und in der AUSTROCONTROL so gestalten, dass wir die von uns genannten Ziele auch erreichen. Wenn wir diese EU-Bestimmungen professionell in Österreich umsetzen, bin ich sicher, dass wir die schon bisher ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Diamond Aircraft, der Obersten Zivilluftfahrtbehörde im BMVIT und der AUSTROCONTROL als Zulassungsbehörde noch weiter optimiert werden“, schloss Kukacka.

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