APA OTS Politikportalanalyse: Ferrero-Waldner und Fischer dominieren

Wien (OTS) - Die Kandidaten zur Bundespräsidentschaftswahl konnten in der vergangenen Woche in den österreichischen Tageszeitungen eine starke mediale Präsenz für sich verzeichnen. Neben ihrer Positionierung zu aktuellen Themen und der Unterstützung durch andere Politiker war auch ein möglicher Fairness-Vertrag im Wahlkampf Teil der Berichterstattung. Weitere Top-Themen waren die Steuerreform und die Diskussion rund um das Kindergeld.

Benita Ferrero-Waldner nimmt im aktuellen MediaWatch Top-30 Politiker-Ranking klar die Spitzenposition ein. Die ÖVP-Bundespräsidentschaftskandidatin und Außenministerin verzeichnet 604 Nennungen und damit deutlich Platz eins. Sie verdrängt Jörg Haider (457 Nennungen) auf den zweiten Rang. Der Kärntner Landeshauptmann befindet sich im Wahlkampf und konnte auch mit der Ankündigung einer Reise nach Libyen mediale Aufmerksamkeit erlangen. Auf dem Platz drei liegt mit 424 Nennungen Ferrero-Waldners Gegenspieler, der SPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat und zweite Nationalratspräsident Heinz Fischer. Position vier belegt mit 404 Nennungen Karl-Heinz Grasser. Über den Finanzminister wurde neben der Steuerreform vor allem im Zusammenhang mit der "Homepage"-Affäre berichtet. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel verteidigt mit 307 Nennungen seinen fünften Rang der Vorwoche.

Hohe mediale Aufmerksamkeit erreichte auch die ESTAG-Affäre. In diesem Zusammenhang sind die Positionierungen der steirischen Politiker Waltraud Klasnic und Herbert Paierl zu sehen. Die Landeshauptfrau liegt mit 217 Nennungen auf Platz sechs; der Wirtschaftslandesrat ist mit 98 Nennungen und Rang elf bester Neueinsteiger im Top-30 Politikerranking. Ebenfalls wieder im Ranking vertreten ist Herbert Haupt (Platz 12, 97 Nennungen), der besonders wegen der Kindergeld-Weisung in den Medien präsent war.

Die ÖVP ist in der aktuellen MediaWatch-Untersuchungswoche mit 17 Vertretern erneut die eindeutig stärkste Partei in den Top 30. Die FPÖ konnte sechs Repräsentanten positionieren; die SPÖ fünf Politiker. Den Grünen gelang in der dritten Woche hintereinander nicht der Sprung in die Riege der dreißig meist genannten politischen Akteure Österreichs. Im Ranking sind außerdem noch Karl-Heinz Grasser und Bundespräsident Thomas Klestil (Platz 13, 96 Nennungen) vertreten.

Mediawatch analysiert im Auftrag von APA OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar. Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

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