ÖAMTC gibt "grünes Licht" für neue Röhre im Plabutsch Tunnel

Neue Lichtsignalanlagen sollen Frontal-Crashs verhindern

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Grünes Licht" für den Plabutsch Tunnel in Graz: Gemeinsam mit dem Tunnelinspektor Rudolf Hörhan vom Verkehrsministerium hat der ÖAMTC den Plabutsch Tunnel auf Herz und Nieren geprüft. Im Vorfeld der Eröffnung der zweiten Tunnelröhre am 29. Jänner 2004 wurden mehrere Brandversuche durchgeführt, um die Wirkung der Sicherheitseinrichtungen praxisnah zu prüfen. "Der Test hat ergeben, dass der Plabutsch Tunnel den vom Club geforderten EU-Standard in der Tunnelsicherheit erfüllt. In den Röhren gibt es jetzt nicht nur einzelne Fluchtwege ins Freie, sondern auch kürzere Fluchtwege in die zweite Tunnelröhre", zeigt sich ÖAMTC-Tunnelexperte Willy Matzke zufrieden.

Die volle Wirkung der Sicherheitseinrichtungen wird allerdings erst im Herbst 2004 erreicht sein. Dann wird die alte Tunnelröhre fertig restauriert sein und dem Verkehr voll zur Verfügung stehen. Positiv bewertet Matzke in diesem Zusammenhang, dass solange der Tunnel nur einröhrig benutzbar ist, neue Lichtsignalanlagen den Gegenverkehrsbetrieb anzeigen. "Bis dato sind die meisten Tunnels rechts und links mit Grünlicht versehen. Egal, ob es sich um Richtungsverkehr oder Gegenverkehr handelt", sagt der Tunnelexperte des Clubs. Deshalb gibt es immer wieder Autolenker, die durch das linke Grünlicht zum Benutzen der Gegenverkehrsspur verleitet werden. Im Plabutsch Tunnel gibt es nur noch Grünlicht an der rechten Fahrbahnseite am Portal und im Tunnel.

Der ÖAMTC warnt schon seit Jahren vor der erhöhten Unfallgefahr in einröhrigen Tunnels. Wie gefährlich Tunnelabschnitte mit Gegenverkehr sind, beweist eine aktuelle Studie des Verkehrsministeriums: In einröhrigen Tunnels ist das Risiko eines Unfalls um 70 Prozent höher. "Die neue Tunnelrichtlinie der EU schreibt vor, dass auf Autobahnen und Schnellstraßen alle Tunnels zwei Röhren haben müssen. Österreich ist hier stark im Rückstand", kritisiert Matzke. Der ÖAMTC hat zwar die Zusage von Vizekanzler und Verkehrsminister Hubert Gorbach zum heurigen Start des Baus einer zweiten Röhre für den Katschberg. Und der Tauern Tunnel soll im Jahr 2005 folgen. "Bei Tunnels mit hohem Gefahrenpotenzial wie dem Pfänder Tunnel, dem Roppener Tunnel und dem Gleinalm Tunnel muss aber mit dem Bau der zweiten Röhren schleunigst begonnen werden", fordert der Tunnelexperte des ÖAMTC.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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