Abfallverbände setzen österreichweit die Deponieverordnung um

Die ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände berichtet über die Erfolge bei der Umsetzung des Ablagerungsverbotes von unbehandelten Abfällen.

Wien (OTS) - Rechtliche Vorgaben des Ablagerungsverbotes hoch
Der Obmann der ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände, Bgm. Ing. Josef Moser ist zu Recht stolz: "Die österreichischen Abfallwirtschaftsverbände haben die Umsetzung der Deponieverordnung zum Teil schon vor 8 Jahren in Angriff genommen. Nun können Sie die Erreichung dieses hohen Zieles vermelden: Keine Abfälle werden mehr unbehandelt auf der Deponie abgelagert.

In der einen Hälfte Österreichs wird dies durch die Müllverbrennung erreicht (NÖ, OÖ, Kärnten, Steiermark, Wien) in der anderen durch das sogenannte Müllsplitting (Steiermark, Burgenland, Salzburg, Vorarlberg, Tirol). Dabei wird eine Leichtfraktion für die Industrielle Verbrennung gewonnen, der Rest biologisch so abgebaut, dass er als reaktionsarm in Massenabfalldeponien ohne Gefahr abgelagert werden können. Die bessere Müllvorbehandlung führt natürlich zu Kostensteigerungen im Vergleich zur bloßen Deponierung.

In langen Ausschreibungsverfahren (NÖ, OÖ) und Verhandlungen haben die Abfallwirtschaftsverbände auch ökonomisch günstige Lösungen gefunden, damit der Abfall in Zukunft gesetzeskonform behandelt und nur mehr unbedenkliche Rückstände abgelagert werden.

Kostenerhöhung durch langfristige Altlastenfreiheit gerechtfertigt Der Obmannstellvertreter der ARGE Österreichischer Abfallwirtschaftsverbände, Dir. Alfred Weidlich (Niederösterreich) und Geschäftsführer Johann Janisch (Burgenland) ergänzen diesen Erfolg: Eine altlastenfreie Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder sollte uns die Kostenerhöhung einer modernen Abfallbehandlung Wert sein, die zu einer Erhöhung der Müllgebühr vom maximal 30% führt.

Die unterschiedliche längerfristigen Gebührenstrategien der einzelnen Abfallwirtschaftsverbände lassen sie die Kostenerhöhung an den Haushalt zu verschiedenen Zeitpunkten weitergeben.

Beispielhafter Bahntransport von Müll in NÖ

Im Falle Niederösterreichs errichteten die Abfallwirtschaftsverbände sogar ein neuartiges Transportlogistiksystem, mit dem der Müll in Presscontainern auf der Bahn aus allen Teilen des großen Bundeslandes zur zentralen Müllverbrennungsanlage in Dürnrohr verfrachtet wird.

Die Bahnverladung ist nicht nur kostengünstig, sondern auch umweltfreundlich, da sich die Niederösterreicher dadurch weit mehr als 1 Mio Straßenkilometer und den damit verbundenen Kohlendioxidaustoß ersparen - ein weiterer Beitrag der Abfallverbände zur Erreichung des Kyoto-Zieles.

Umsetzung im Zentrum, keine Diskussion über Grenzwerte

Obmann Moser kann berichten, dass es innerhalb der ARGE der österreichischen Abfallwirtschaftsverbände keine Diskussion über die jetzt geänderten Grenzwerte der Deponieverordnung gegeben habe. Die Umsetzung des Ablagerungsverbotes standen im Mittelpunkt. Dass unterschiedliche wirtschaftliche und strukturelle Voraussetzungen in den Bundesländern zu verschiedenen Lösungen geführt haben, ist völlig klar.

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