Serles: Befragung von Kaspar beweist völliges Versagen des KAV- Managements

Wien, 2004-01-22 (fpd) – Als Beweis für das völlige Versagen des Managements des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) sieht der Vorsitzende der freiheitlichen Fraktion in der Untersuchungskommission zum Pflegeheimskandal, Gemeinderat Dr. Wilfried Serles, die heutige Befragung des stellvertretenden Generaldirektors im KAV, Prim. Dr. Ludwig Kaspar. ****

Serles konfrontierte Kaspar in seiner Befragung mit einer Publikation des Vereines für Sachwalterschaft und Patientenanwaltschaft vom April 1999, wo auf zahlreiche Missstände in Wiener Pflegeheimen hingewiesen wird. So haben beispielsweise die Sachwalter bereits damals kritisiert, dass Patienten im Pavillon I in Lainz am hellen Nachmittag Nachtruhe verordnet wird und sie wegen Personalmangel kollektiv ins Bett gesteckt werden. Die vergleichbare Situation hat die unangekündigte Prüferin der MA47 5 Jahre später im gleichen Pavillon vorgefunden. Auch weitere im seinerzeitigen Bericht der Sachwalter kritisierte Zustände in Wiens Pflegeheimen sind heute noch immer in gleicher Weise aktuell. Zur Frage, ob für das mangelnde Tempo der Reformen in Wiens Pflegeheimen das Management des KAV oder die SPÖ-Gesundheitspolitik die Verantwortung trägt, wollte Kaspar bezeichnenderweise nichts sagen.

„Die Führung des KAV und Direktor Kaspar müssen sich daher den Vorwurf gefallen lassen, dass sie die Uraschen für Missstände in Wiens Pflegeheimen, nämlich den akuten Personalmangel und die mangelnde Kontrolle, jahrelang zu Lasten der Patienten, Angehörigen und Mitarbeiter ignoriert haben“, so Serles abschließend. (Schluss) lb

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