Grüne/Mandak: Steuerreform trägt nichts zur Minderung von Kinderarmut bei

Kinderstudie muss im Parlament behandelt werden

Wien (OTS) Die heute veröffentlichte Studie der Kinderfreunde bestätigt, was von den Grünen schon lange befürchtet wird. Immer mehr Kinder sind in Österreich von Armut betroffen und die von der Regierung vorgeschlagene Steuerreform wird an dieser Situation nichts ändern.
"Die Regierung sieht tatenlos zu und setzt eine falsche Maßnahme nach der anderen," kritisiert Mandak und verlangt tiefgreifende Korrekturen: "Da AlleinerzieherInnen-Haushalte am stärksten armutsgefährdet sind, muss hier der Hebel angesetzt werden. Eine Erhöhung des Allein-ErzieherInnen-Absetzbetrages und der Negativsteuer, die Verringerung der Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen und ein gänzlicher Wegfall der Zuverdienstgrenze beim Kindergeld sind dringend notwendig. Nur so kann die Zahl der von Armut bedrohten Kinder verringert werden".

Die Studie der Kinderfreunde zeigt auch, wie sehr Kinder sich wünschen, dass ihre Väter weniger arbeiten müssen. "Es sollten Modelle bevorzugt werden, die die Aufteilung der gemeinsamen Familienarbeit unterstützt. Durch die Erhöhung des AlleinverdienerInnen-Absetzbetrags aber wird genau das Gegenteil gefördert, nämlich das Zuhausebleiben eines Partners - in der Regel der Frau," so Mandak weiter und verlangt die Behandlung der Kinderstudie 2004 im Familienausschuss: "Vielleicht wachen dann endlich die Abgeordneten von schwarz und blau aus ihrem Tiefschlaf auf".

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