AKNÖ-Staudinger stolz auf richtungsweisenden Erfolg für AKNÖ: Ambulante Chemotherapie-PatientInnen müssen keine Spitalsgebühren mehr zahlen

NÖ Landesregierung gab Berufung der AKNÖ Recht

Wien (AKNÖ) – „Der untragbaren Praxis, von ambulanten Chemotherapiepatientinnen Spitalsgebühren einzuheben, wird jetzt ein Ende gesetzt“, atmet der Präsident der AKNÖ, Josef Staudinger, erleichtert auf. Im Vorjahr stiess man auf unfassbare Vorgangsweisen im St. Pöltner Spital: Obwohl Chemotherapien als ambulante Behandlungen eindeutig sogar aus der Ambulanzgebühr ausgenommen waren, wurden im Krankenhaus St. Pölten Gebühren wie bei einer stationären Aufnahme eingehoben. Staudinger: „Für manche Patienten bedeutete das je nach der Häufigkeit der Therapien einen Betrag bis zu 215 Euro im Jahr!“ Die Begründung für die Einhebung dieser Gebühren war mehr als fragwürdig: Chemotherapien würden länger als übliche ambulante Behandlungen dauern und ein Spitalsbett erfordern. Ausserdem würden sich die PatientInnen eine Mahlzeit zu Hause ersparen. Für AKNÖ-Chef Staudinger „unerträglicher Zynismus“, in Anbetracht der Tatsache, dass die PatientInnen weder während noch nach der Behandlung etwas zu sich nehmen können.

Die Sozialrechtsexperten der AKNÖ legten im Fall einer Patientin Berufung ein. Präsident Staudinger zeigt sich stolz auf seine Experten: „Das Amt der NÖ Landesregierung schloss sich jetzt unseren Argumenten an und gab der AKNÖ Recht: Frau G. muss die Anstaltsgebühren nicht zahlen.“ Die Patientin sei nicht in Anstaltspflege aufgenommen worden. Es existiere keine Aufnahmeuntersuchung, die die Notwendigkeit einer stationären Aufnahme feststelle. Für die Fiktion einer stationären Aufnahme fehle die gesetzliche Grundlage.

Für Präsident Staudinger ein weiterer richtungweisender Erfolg: „Es ist anzunehmen, dass diese Gebühren in mehreren Krankenhäusern eingehoben werden. Viele PatientInnen wissen auch nicht, dass sie diese Gebühren nicht zahlen müssen.“ Er rät betroffenen Menschen, sich an die AKNÖ-Patiententhotline 0800/232323-1434 zu wenden.

(Schluss) sk

Rückfragen & Kontakt:

Susanne Karner
Tel.: (01) 58883-1505
susanne.karner@aknoe.at
http://www.aknoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN0002