Staatsvertrags-Ausstellung 2005 auf der Schallaburg

LH Pröll: Zeigt zentrale Rolle Niederösterreichs in der Nachkriegsgeschichte

St. Pölten (NLK) -

In Niederösterreich findet im Jahr 2005 d i e

Staatsvertrags-Ausstellung in Österreich statt. Ort der Ausstellung, die den Titel "Österreich ist frei - der österreichische Staatsvertrag 1955" trägt, wird Schloss Schallaburg sein. "Niederösterreich hat auf Grund von Persönlichkeiten wie Julius Raab und Leopold Figl, die die Väter des Staatsvertrages und die Baumeister der Zweiten Republik sind, eine Schlüsselrolle in der Nachkriegsgeschichte eingenommen. Dieser Tatsache wird mit dieser Ausstellung Rechnung getragen", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute bei der Präsentation des Konzepts für diese Schau.

Die Ausstellung wird am 15. April 2005 auf der Schallaburg eröffnet und ist bis 1. November 2005 zu sehen. Die Ausstellung behandelt ein breites Spektrum und setzt sich mit dem Kriegsende, der Befreiung aus der NS-Herrschaft, der Wiedererrichtung des Staates und dem Aufbau demokratischer Strukturen und der Verwaltung in Österreich ebenso auseinander wie mit den Themen Flüchtlinge, Auslandshilfen, Wiedergutmachung, Außenpolitik und Umsetzung der Neutralität bis hin zum Aufbau eines Österreich-Bewusstseins und dem Umgang mit der eigenen Vergangenheit. All dies soll auch an Hand zahlreicher Dokumente, Exponate, Zeitzeugen etc. veranschaulicht werden.

Im Mittelpunkt steht natürlich die Staatsvertragsunterzeichnung. "Unser Ziel ist es, auch jenes Original des Staatsvertrags zu zeigen, das sich derzeit im Archiv des Außenministeriums in Moskau befindet und das Leopold Figl am 15. Mai 1955 am Balkon des Belvedere in Wien den jubelnden Menschenmassen präsentierte", so der Landeshauptmann. Es habe bereits Gespräche mit Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel gegeben, der hier seine Unterstützung zugesagt hat. Für Pröll ist diese Schau gleichzeitig auch Ausdruck des landespolitischen Selbstverständnisses und des starken Niederösterreich-Bewusstseins. Gleichzeitig solle mit dieser Schau eine Brücke von der Nachkriegsgeschichte zur neuen europäischen Dimension geschlagen werden. Zudem ist beabsichtigt, einen engen Konnex zur Landesausstellung 2005 am Heldenberg herzustellen.

Die Projektleitung obliegt Dr. Gottfried Stangler von der Abteilung Kultur und Wissenschaft beim Amt der NÖ Landesregierung, für die Wissenschaftliche Leitung zeichnet Univ.Prof. Dr. Stefan Karner von der Universität Graz und vom Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung verantwortlich. Für Karner ist es wichtig, dass in dieser Schau auch das Alltagsleben zur damaligen Zeit dargestellt und mittels Exponaten gezeigt wird. "In Wien wird es keine zentrale Ausstellung zu diesem Thema geben", so Karner.

Im Zuge der Ausstellung auf der Schallaburg wird auch ein Beitragsband herausgegeben und eine Internetplattform zur Schau installiert, ebenso sind Diskussionsrunden mit in- und ausländischen Zeitzeugen geplant. Zudem sind eine internationale Tagung im Mai 2005, eine große zeitgeschichtliche Sammelaktion und Sonder-Begleitveranstaltungen vorgesehen. Dazu gibt es zu diesem Thema zeitgeschichtliche Schwerpunktsetzungen in den Schulen, auch der Bereich der Erwachsenenbildung wird miteinbezogen.

Weitere Informationen zur Ausstellung auf der Schallaburg sind bei der Abteilung Kultur und Wissenschaft beim Amt der NÖ Landesregierung, Mag. Dagmar Kunert, Telefon 02742/9005-13109, e-mail dagmar.kunert@noel.gv.at, zu erhalten.

Rückfragen & Kontakt:

Niederösterreichische Landesregierung
Abteilung Kultur und Wissenschaft
Mag. Dagmar Kunert
Tel.: 02742/9005-13109

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