Junge Generation entschieden gegen verpflichtenden Sozialdienst für Mädchen

RFJ-Vorschlag ist "ewig gestrig und skurril"

Wien (SK) Als "ewig gestrig und skurril" bezeichnet der Vorsitzende der jungen Generation in der SPÖ, Hannes Schwarz, den heutigen Vorschlag der RFJ betreffend eineN 7-monatigen, verpflichtenden Sozialdienstes für Mädchen. "Mit diesen Aussagen disqualifiziert sich die Freiheitliche Jugend wieder einmal als nicht ernstzunehmende, nicht auf dem Boden der österreichischen Verfassung stehende und nicht dem liberalen Rechtsstaat verpflichtete Jugendorganisation", so Schwarz. "Vielmehr geht es hier dem RFJ offenbar darum; längst vergangene Zeiten des Zwangs, der Unterdrückung und der Unterwanderung aller Gesellschaftsbereiche durch militärische Organisationsformen wieder aufleben zu lassen und die Unwerte der 30iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wieder zu beleben", sagte Schwarz am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Gudenus und Kameraden rufen Österreich zurück in die Volksgemeinschaft und untermauern dies mit xenophoben und pseudoarbeitsmarktpolitischen Argumenten", kritisierte Schwarz. Dass Gudenus die Aufgaben der jungen Männer vor allem beim Bundesheer und die Rolle der Frauen bei der Alten und Krankenpflege sehe, zeige die "verstaubte Einstellung und den Wunsch der jungen Freiheitlichen, Frauen wieder in alte Rollenbilder zurück zu drängen".

Die Junge Generation in der SPÖ spricht sich ganz strikt gegen jede Form von Zwangsarbeit, gleichgültig ob für junge Männer oder Frauen, in Österreich aus. Vielmehr habe der Staat die Aufgabe, im Sozialbereich endlich für ausreichend finanzielle Mittel und Personal zu sorgen. Schwarz: "Es darf nicht zu einem Missbrauch von jungen Menschen als billige Arbeitskräfte kommen, die als ungelernte Hilfskräfte ausgebeutet werden."

Gerade im Zuge der Debatte über die Zukunft des österreichischen Bundesheers spricht sich die Junge Generation in der SPÖ auch dafür aus, intensiv über die Abschaffung der Wehrpflicht und die Einführung einer Freiwilligenarmee nachzudenken,,"denn es ist in der heutigen Zeit nicht mehr zumutbar einen so gravierenden Eingriff in die Freiheit junger Männer akzeptieren zu müssen, ohne jegliche allgemeine sicherheitspolitische Notwendigkeit", sagte Schwarz.

Schwarz abschließend: "Die heutigen Aussagen des RFJ-Vorsitzenden Gudenus beweisen, dass der Kampf der Sozialdemokratie für Freiheit und Demokratie, der sich im Februar 2004 zum 70sten Mal jährt, nie enden wird und auch der zukünftige Auftrag, vor allem auch, von uns jungen SozialdemokratInnen sein wird." (Schluss) wf/mm

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