U-Kommission “Pflegeskandal“: FP-Serles: Kontrollnirvana im KAV bestätigt

Wien, 22.01.04 (fpd) – Die heutigen Aussagen des Leiters der Innenrevision des KAV (Krankenanstaltenverbund) Mag. Gerhard Schwarz haben bestätigt, dass in den Wiener Pflegeheimen vor dem Bekanntwerden des “Pflegeskandals“ in Lainz ein kontrollfreier Raum bestanden hat, erklärte heute der Vorsitzende der freiheitlichen Fraktion in der U-Kommission LAbg. Dr. Wilfried Serles.

Die personell notorisch schlecht ausgestattete interne Revision des KAV mag sich mit allen möglichen Fragen beschäftigt haben, mit der Frage der Qualität der Pflege in den städtischen Pflegheimen Wiens jedenfalls nicht. Das ist aus heutiger Sicht einer der Hauptgründe für die Missstände in den Wiener Pflegeheimen.

Besonders bezeichnend für den Stellenwert der internen Revision im KAV ist die Tatsache, dass als eine der ersten Maßnahmen nach der Errichtung des KAV im Jahr 1992 die interne Revision aufgelöst und nach einem kritischen Bericht des Rechnungshofes, der diese Entscheidung in einem Unternehmen mit rund 30.000 Dienstnehmern als “erhebliche verwaltungsorganisatorische Fehlleistung“ kritisiert hat, erst im Jahr 1998 neu eingerichtet wurde.

Kritikwürdig ist auch der Umstand, dass für die Prüfung der Pflegequalität derzeit nur zwei einschlägig ausgebildete Prüfer zur Verfügung stehen. Unter diesen Umständen kann Kontrolle nicht funktionieren, hielt Serles abschließend fest. (Schluß)am

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