Vassilakou: Gusenbauer realitätsfremd: Nicht Zuwandererfamilien sondern Lehrermangel ist Problem!

Wiener Grüne sehen Gusenbauer in die schwarzblaue Zwangsverpflichtungsfalle getappt.

Wien (Grüne) - Als völlig "abgehoben, ahnungslos und realitätsfremd" bezeichnet Grün-Stadträtin Maria Vassilakou die Aussagen des SP-Parteivorsitzenden Gusenbauer, man soll über verpflichtende Kindergartenbesuche für Kinder von Zuwanderern nachdenken. "Zum einen ist die Einschränkung auf Kinder von Zuwanderern eine Diskriminierung ohnegleichen, da diese Forderung auf andere Kinder mit Lernschwächen gar nicht eingeht. Es ist aber vor allem deswegen diskriminierend, wenn die aus der PISA-Studie erkennbaren Schwächen an den österreichischen Schulen den MigrantInnen-Kinder quasi in die Schuhe geschoben werden".

Vassilakou fragt sich zudem, ob Gusenbauer überhaupt weiß, was er da im Detail fordert, denn: "Was meint er denn mit ‚Kinder von Zuwanderen'? Sind da nur die ohne österreichische Staatsbürgerschaft gemeint? Oder meint er damit auch bereits eingebürgerte Kinder mit anderer Muttersprache?"

Die Menschenrechtssprecherin der Wiener Grünen fordert statt "Zwangsverpflichtungen à la Schwarzblau" ausreichend leistbare Kindergartenplätze für alle BürgerInnen, eine mehrsprachige Kampagne für die Kindergärten, die motivieren und informieren soll, damit auch und nicht nur MigrantInnen den Sinn von Kindergärten erkennen."

Zwt.: Gusenbauer macht fahrlässige Täter-Opfer-Umkehr.

"Gusenbauers Aussagen sind auch daher ein Affront, denn es darf nicht vergessen werden", so Vassilakou, "dass qualitative Förder- und Integrationsmaßnahmen an den Schulen eingespart oder frühpensioniert wurden, denn die Frühpensionierungswelle an den Schulen (750 LehrerInnen alleine in Wien!) und die massiven Einsparungen im Bildungsbereich bewirkten den akuten LehrerInnen- und dadurch auch Bildungsmangel an den Schulen - insbesondere in Wien, wo die SPÖ durch ihrer Untätigkeit in der Schulpolitik baden gegangen ist.

Vassilakou sieht in Gusenbauers Aussagen eine fahrlässige Täter-Opfer-Umkehr: "Kinder von MigrantInnen zwangsverpflichten, weil im Schulsystem keine ausreichenden Mitteln zur Verfügung stehen kann ja wohl keine Lösung der schulischen Probleme sein. Was Wien braucht ist ganz einfach: mehr Lehrer!", so Vassilakou abschließend.

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