Zwazl: Unternehmerinnen benötigen flexible Gestaltung der Kinderbetreuung

Forderung nach einer Entkoppelung des Unternehmensgewinns von der Zuverdienstgrenze beim Kindergeld

Wien (PWK048) - Unterstützung für die Interessen der "Frau in der Wirtschaft" ortete heute, Donnerstag, die Bundesvorsitzende der "Frau in der Wirtschaft", Sonja Zwazl, in der aktuellen Studie zum Thema "Frau und Selbständigkeit". Dass die speziellen Bedürfnisse von Unternehmerinnen nun vermehrt Thema in der öffentlichen Diskussion seien, könne in der positiven Gestaltung der Rahmenbedingungen für die unternehmerisch tätige Frau nur hilfreich sein. Allerdings seien die vom Wiener Gemeinderat Fritz Strobl erhobenen Forderungen nur bedingt zielführend.

So haben aus Sicht der österreichweiten Unternehmerinnenvertretung, der "Frau in der Wirtschaft", folgende Forderungen Priorität:
Unternehmerisch tätige Frauen benötigen die Möglichkeit zur individuellen Gestaltung der Kinderbetreuung. Dazu zählt einerseits eine flexible Gestaltung der Öffnungszeiten von Kindergärten. Andererseits würde die steuerliche Absetzbarkeit von Betreuungshilfen eine massive Entlastung der Unternehmerinnen bedeuten. Kinderbetreuung kann nicht allein auf Kindergärten und Horte begrenzt sein. "Die Arbeitszeiten einer Selbständigen etwa im Direktvertrieb oder der Gastronomie lassen sich nicht auf einen "Nine-to-Five"-Job reduzieren. Diese Frauen benötigen aufgrund ihrer Arbeitszeiten bis spät in die Nacht flexible Hilfestellung durch Betreuungshilfen", erläutert Zwazl. Im Fall pflegebedürftiger Angehöriger sieht die Bundesvorsitzende auch die steuerliche Absetzbarkeit der Betreuungshilfen als Möglichkeit der Entlastung der Unternehmerinnen.

Im Hinblick auf die aktuelle Diskussion zum Kinderbetreuungsgeld merkte Zwazl an, dass die nun getroffene Lösung in Hinblick auf die Überschreitung der Zuverdienstgrenze das grundlegende Problem von Unternehmerinnen nicht löst. Vielmehr fordert die "Frau in der Wirtschaft" die Entkoppelung der Zuverdienstgrenze vom Unternehmensgewinn. Dies aus folgenden Gründen: Unternehmerinnen, deren Gewinn bis jetzt über der Zuverdienstgrenze gelegen ist, müssten den Betrieb einschränken. Dies ist problematisch, weil der Betrieb als solches damit in seinem Bestand gefährdet wird - und damit auch Arbeitsplätze betroffen sind. Zudem werden Betriebseinnahmen, die nicht für private Zwecke entnommen werden, in der Regel im Betrieb reinvestiert und nicht auf die "hohe Kante" gelegt. Für Unternehmerinnen bedeutet somit ein Betriebsgewinn nicht ohne weiteres privat verfügbares Einkommen. (us)

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