VP-Strobl: SPÖ-Gusenbauer hat ÖVP-Wien Forderung verstanden

Wien (VP-Klub): Erfreut über den Vorschlag von SPÖ-Vorsitzenden Gusenbauer, das letzte Kindergartenjahr für die Sprachintegration zu nutzen, zeigt sich neben dem Klubobmann der Wiener ÖVP, LAbg. Matthias Tschirf, auch der VP-Bildungssprecher LAbg. Walter Strobl.

Er unterstreichz nochmals die Aussage Tschirfs, dass dieser Vorschlag von der Wiener ÖVP bereits vor vier Jahren vorgebracht, aber von der Wiener SPÖ-Mehrheit bisher immer abgelehnt wurde. Strobl empfiehlt daher dem Wiener SPÖ-Vorsitzenden und Bürgermeister Häupl ein dringendes und klärendes Gespräch mit Gusenbauer zu führen und die ablehnende Haltung gegenüber einer vorschulische Sprachintegration aufzugeben. "Die Wiener ÖVP wird im nächsten Gemeinderat wieder einen dementsprechenden Antrag einbringen. Wir werden dann ja sehen, ob sich Gusenbauer bei der Wiener SPÖ durchsetzen kann oder ob diese weiter in ihrer Unbeweglichkeit verharrt und den Antrag ablehnt", betont Strobl.

Alle internationalen Studien und auch eine Studie des Wiener Stadtschulrates belegen, dass eine frühe Sprachintegration der beste und vernünftigste Weg zur gesamten Integration darstellt. "Die Sprache ist das Tor zur Bildung", hebt Strobl hervor. "Wien setzt hier falsche Akzente, wenn die Sprachintegration erst mit dem Volksschuleintritt beginnt. Das ist der falsche Weg." Viele zusätzliche Lehrer wären dazu notwendig, die besser anders eingesetzt werden könnten. Trotzdem hätten Kinder ohne deutsche Grundkenntnisse im ersten Schuljahr kaum eine Chance, dem Unterricht verlässlich folgen zu können. Die Folge sind massenhafte "außerordentliche Schüler", die nicht beurteilt werden.

Durch vorschulischen Spracherwerb würde die Schule entlastet. International sei man da schon viel weiter. "Gusenbauer verlangt sogar ein verpflichtendes Jahr für die Ausländer. Das muss man aber sehr differenziert sehen", betont Strobl. Auch er warnt vor einer Schulpflichterweiterung: "Die Wiener ÖVP bekennt sich grundsätzlich zur Freiwilligkeit und hat daher immer vorgeschlagen, das letzte Kindergartenjahr in Wien für alle gratis anzubieten. Integration gelingt nur, wenn neben den Ausländern auch Wiener Kinder gemeinsam im Kindergarten vorschulische Programme erhalten. Dabei geht es vor allem um die soziale Integration."

Der VP-Bildungssprecher kann sich vorstellen, dass nicht-deutschsprachige Kinder, die ein sprachintegratives Vorschuljahr erfolgreich absolvieren, sofort als ordentliche Schüler aufgenommen werden. Jene, die keine oder nicht ausreichende Sprachkenntnis aufweisen, sind in Intensivkursen, die außerhalb des Unterrichts z.B. an Volkshochschulen stattfinden, verpflichtend zusammenzufassen. "Das alles kann aber nur gelingen, wenn in Wien endlich begleitende und aufklärende Maßnahmen vor allem in den Regionen, wo sogenannte Sprachenklaven zu finden sind, gezielt durchgeführt werden", betont Strobl. Er ortet hier ein totales Versagen der Wiener SPÖ, die zu einer Neinsagerpartei geworden sei und die Integration in Wien nur schönredet. "Vielleicht nützen aber die mahnenden Worte von Gusenbauer, den ÖVP-Vorschlag in Wien endlich aufzugreifen, nun doch und die SPÖ-Wien stimmt dem Antrag der Wiener ÖVP in der kommenden Gemeinderatssitzung am Freitag, dem 29.01. zu", hofft Strobl abschließend.

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