Integration im Kindergarten - SP-Wehsely: "Wien ist ein gutes Beispiel, wie es funktioniert!"

Wien (SPW-K) - "Die Stadt Wien unternimmt seit mehreren Jahren zahlreiche Initiativen, damit Kinder von ZuwanderInnen möglichst früh Wiens Kindergärten besuchen", reagierte heute die Vorsitzende des Wiener Gemeinderatsausschusses für Bildung, Jugend, Information und Sport, Mag. Sonja Wehsely, auf Aussagen der Wiener FPÖ und ÖVP zum Thema Integration im Kindergarten. "Auch SPÖ-Parteivorsitzender Dr. Alfred Gusenbauer hat gestern den Wiener Weg im Kindergartenbereich als beispielgebend für ganz Österreich dargestellt." ****

"Grundsätzlich gilt, je früher Kinder in den Kindergarten kommen, desto besser ist es für sie und somit für uns alle. Und aufgrund der sozialen Tarifgestaltung in Wien können sie es auch tun - mehr als ein Drittel der Kinderbetreuungsplätze ist hier gratis", so Wehsely weiter. "Alle Angebote sind unabhängig von der Staatsbürgerschaft!" Der derzeitiger Stand in Wien sei, "dass rund 20 Prozent der Kinder in Wiens Kindergärten nicht die österreichische Staatsbürgerschaft haben, insgesamt aber 16 Prozent der Wiener Bevölkerung keinen österreichischen Pass haben. Das bedeutet, dass unser Angebot wird gut angenommen wird!"

Es zähle auch zu den Maßnahmen der Stadt in den letzten Jahren, dass zusätzlich zu der normalen "Werbeaktion" für Kindergärten spezielle Maßnahmen für ZuwanderInnen getroffen werden: "Das sind zum Beispiel eine Informationskampagne mit mehrsprachigen Foldern, Info-Aufritte bei Treffen von türkischen Frauen mit Verteilung von Informationsmaterialien, die Kooperation mit muttersprachlichen Medien mit verstärkter Berichterstattung über Kindergartenanmeldung oder die wiederholte Berichterstattung in der Integrationszeitung der Stadt Wien." Wichtig sei dabei vor allem eine niederschwellige Information und der Abbau von Barrieren und Berührungsängsten.

Insgesamt gelte auch beim Kindergarten der Grundsatz: "Ein gutes umfassendes Angebot ist immer besser als Zwang oder eine Verpflichtung!" Ein negatives Beispiel seien die Zwangsdeutschkursen des Bundes für ZuwanderInnen, "die ein eindeutiger Flop sind", unterstrich Wehsely. "In Wien haben in den letzten fünf Jahren mehr als 25.000 ZuwanderInnen unsere freiwilligen Deutschkurse besucht. Der große Andrang an Deutsch-Kursen der Stadt zeigt vor allem eines:
Die ZuwanderInnen wollen Deutsch lernen!" Entscheidend sei das Angebot, das möglichst zielgruppenspezifisch sein müsse: "Dabei erreichen wir auch in sehr hohem Ausmaß all jene, die noch nicht oder kaum Deutsch können!" (Schluss)

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