Wirtschaftsverband für Entlastung von Unternehmerinnen

Aktuelle SORA-Studie über die Situation von Frauen als Unternehmerinnen präsentiert

Wien (OTS) - Hilfe und Entlastung für Unternehmerinnen forderte am Donnerstag der Präsident des Wirtschaftsverbandes Wien, SPÖ-Gemeinderat Fritz Strobl, in einem Pressegespräch zum Thema "Frau und Selbständigkeit". Zwei Drittel der Wiener Unternehmerinnen in Klein- und Mittelbetrieben hätten Kinder, die sie selbst betreuen müssten. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Institute for Social Research and Analysis im Auftrag des Wirtschaftsverbandes hervor. Diese Doppelbelastung führe zu einem starken Leistungsdruck. Daher fordert Strobl eine bessere Infrastruktur und die steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuung.

Als Sofortmaßnahme schlägt er die Errichtung von speziellen Kindergärten für Selbständige vor. Die Unternehmerinnen könnten sich zusammenschließen und mit Hilfe der Wirtschaftskammer Wien private Kinderbetreuungseinrichtungen gründen, die auch die entsprechenden Förderungen erhalten würden.

Die Studie zeige weiters, dass die Berufsausbildung der Frauen ein zentrales Problem bei der Neugründung von Unternehmen darstelle. Je höher die Ausbildung, desto leichter sei der Weg in die Selbständigkeit. Frauen mit Pflichtschulabschuss neigen eher zur Übernahme eines Unternehmens, während Frauen mit Universitätsabschluss die Neugründung als Start in die Selbständigkeit wählen.

Probleme gebe es auch, wenn Familienmitglieder betreut werden müssen. Dieser Fall könne einen weiblich geführten Betrieb ernsthaft gefährden. Strobl regt die Freistellung von Mitteln für eine Pflegekarenz aus Geldern des Existenzsicherungsfonds der Wiener Wirtschaftskammer an. (Schluss) fk

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