Co Operate-Call 2: Die Siegerprojekte

Wien (OTS) - Von den insgesamt 41 eingereichten Projekten
erfolgten 19 aus dem Bereich IKT, 7 aus dem Bereich der Biotechnologie, der Bereich der Creative Industries war mit 4 Projekten vertreten, 11 Projekte wurden aus anderen Technologiefeldern eingereicht. Die Unternehmensstrukturen: 31 kleine und mittlere Unternehmen, 4 Firmenneugründungen sowie 6 Großunternehmen.

Die Jury bestand aus folgenden Mitgliedern:

o Dr. Enno Aufderheide, wissenschaftlicher GF der Helmholtz -Gemeinschaft, ehemaliger Referent für Forschung im deutschen Wissenschaftsrat o Dr. Josef Broukal, Juryvorsitzender, o Drs. Gerty Holla, Amsterdam Science Park, o Mag. Harald Isemann, ehem. Geschäftsführer der TIG o Wolfgang Kniejski, Kaufmännischer GF der INI-GraphicsNet Stiftung, o o.Univ.-Prof. Dr. Reinhart Kögerler, Präsident der Christian Doppler Gesellschaft, Universität Bielefeld, o Mag. Claudia Lingner, GF der Ludwig Boltzmann Gesellschaft o Dr. Alexander Reiterer, FFF-Evaluator o MMag. Andreas Schibany, Joanneum Research

Die geförderten Unternehmen in alphabetischer Reihenfolge:

o Unternehmen: Apeiron Biologics Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft o Koop.partner: Institut für Molekulare Biotechnologie o Projekttitel: Identification and drug targeting of novel molecules that control pain

Ca. 10 Prozent der Bevölkerung leiden - nach neuesten Studien der UK Pain-Society - unter chronischen Schmerzen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden bei der Behandlung von Schmerzpatienten opiathältige Medikamente eingesetzt, die in Abhängigkeit von der Wirkstoffkonzentration zahlreiche unangenehme Nebenwirkungen aufweisen. Dazu zählen Störungen des Magen-Darmtraktes oder die Entwicklung von Juckreiz Bei langer Therapie können diese Medikamente zu einer suchtähnlichen Abhängigkeit des Patienten führen.

Die Arbeiten von Apeiron konzentrieren sich auf die Entwicklung einer Alternative zu einer herkömmlichen Schmerztherapie. Aufbauend auf die Entdeckung eines Regulators, dem transkriptionalen Repressor DREAM, der für die Weiterverarbeitung von peripheren Schmerzsignalen verantwortlich ist, werden für die Steuerung des Regulators verantwortliche Leitsubstanzen entwickelt und für die Entwicklung innovativer Medikamente genützt.

Anhand des Modellorganismus der Fruchtfliege sollen weitere neue Moleküle und Regulationsmechanismen identifiziert werden, die bei der Entstehung von Schmerzen eine Rolle spielen.

o Unternehmen: Audite OEG o Koop.partner: Telecooperation Office der Universität Karlsruhe o Projekttitel: Der Automated AudioGuide

Jeder Museums- und Ausstellungsbesucher kennt sie, die eher umständlichen Audio Guides, die akustische Informationen liefern. Nach der genauen Positionseingabe erhält man dann oft langatmige und ermüdende Erklärungen.

Der Automated AudioGuide hingegen erkennt automatisch die Position des Benutzers und passt die Erklärungen und Ausführungen entsprechend an. Der Besucher kann individuell festlegen, wie detailliert er informiert werden möchte. Das Endgerät, das von Audite in Kooperation mit dem Telecommunication Office (TecO) der Universität Karlsruhe entwickelt wird, ist mit modernster Miniaturisierungs-Technologie gefertigt und kaum größer als eine normale Armbanduhr.

Das Gerät kann sowohl für bestehende als auch für neue Installationen verwendet werden und damit die Benutzerfreundlichkeit von Ausstellungen erheblich erhöhen. Neben der einfachen, zentralen Wartung besteht der zusätzliche Vorteil eines umfangreichen Statistikmoduls, das eine detaillierte Analyse des Besucherverhaltens ermöglicht.

o Unternehmen: Bioventis - Information Driven Drug Design AG o Koop.partner: Kooperation mit Emergentec business GmbH, Unit Bioresearch, Universitätsklinik für Innere Medizin I, Abteilung Infektiologie, Klinisches Institut für Hygiene und medizinische Mikrobiologie, o Projekttitel: Diagnostischer Peptid-Chip zur Detektion von humanen Infektionskrankheiten

Infektionskrankheiten stellen weltweit gesehen noch immer die häufigste, in industrialisierten Ländern die dritthäufigste Todesursache dar!

Ein großes Problem bei der Behandlung von Infektionskrankheiten ist zum einen die korrekte Erregerdiagnostik und zum anderen die dramatische Zunahme von Resistenzen gegen ursprünglich sehr effektive Antibiotika - was auch ein wesentliches Problem bei der zukünftigen Gesundheitsvorsorge sein wird.

Die in der bisherigen Praxis durchgeführten Tests waren nicht ganz zuverlässig - beide Probleme, Resistenzen und Mortalität, müssten effizient über eine rasche und exakte Diagnose entschärft werden können.

Ziel dieses interdisziplinären Projektes von Bioventis mit den Kooperationspartnern aus Medizin, Molekularbiologie und Bioinformatik ist die Entwicklung eines Peptidchip, das den Nachweis von erregerspezifischen Antikörpern im Serum des Patienten ermöglicht. Durch den Peptidchip kann rasch eine simultane Diagnose durchgeführt werden, auch weitere Erreger können mit dieser Diagnose erkannt werden. Gleichzeitig erhält man unter anderem Informationen über den Immunzustand des Patienten.

o Unternehmen: Digital Mankind GmbH (1. Platz) o Koop.partner: Ludwig Boltzmann Institut für Stadtethologie; CURE, Center for Usability Research & Engineering o Projekttitel: Software zur Simulation von nichtsprachlichem menschlichen Verhalten

Das Technologieunternehmen Digital Mankind entwickelt gemeinsam mit dem Ludwig Boltzmann Institut und - gestützt auf Erkenntnisse aus Verhaltenswissenschaft und Emotionsforschung - eine PC-Spieleengine, mit der ein neuer Ansatz im Electronic Entertainment verfolgt werden kann:

Mit der "Engine" können Spielfiguren in Computerspielen mit einer individuellen Persönlichkeit ausgestattet werden und sind fähig, sprachlich vor allem aber auch nicht-sprachlich mit dem Spieler zu kommunizieren. Emotionen werden ja hauptsächlich über nicht-sprachliches Verhalten ausgelöst.

Jede Spielfigur kann mit Grundeigenschaften, wie Erregbarkeit, Extrovertiertheit, Dominanz, Freundlichkeit, etc. ausgestattet werden, Verhaltensweisen, die den Eigenschaften des virtuellen Charakters entsprechen, können situationsbezogen generiert werden.

Im sprachlichen Dialog greift die Spielfigur auf ein lernfähiges Sprachgedächtnis zu, das eine inhaltlich und emotional korrekte Zuordnung sprachlicher Äußerungen ermöglicht.

Mit der Spieleengine können auch Computerspiele zu beliebten Fernsehserien oder Kinofilmen als Fanartikel für ein breites Publikum produziert werden. Dieses Modell der Verwertung von Filminhalten als Spielidee ist ein Wachstumsträger der Spielebranche.

Die Engine macht dieses Potential nutzbar, indem z.B. virtuelle Klone beliebter Stars aus den genannten Genre als Spielfiguren angeboten werden, die zu einem Date überredet werden müssen, oder ganz einfach als virtueller Freund/virtuelle Freundin zum Plaudern zur Verfügung stehen.

o Unternehmen: EBE Elektroinstallationen o Koop.partner: Arsenal Research o Projekttitel: LaVid_a (Automatisierte Verkehrsstromanalyse basierend auf Laser und Videodetektion)

Das Ziel des Projektes "LaVid_a" ist die Entwicklung eines Produktes zur automatischen Verkehrsdatenerfassung mittels Lasersensorik in Kombination mit einer digitalen Bildaufnahme und daraus folgender Bildauswertung.

Das neue Produkt, das von EBE Elektroinstallationen gemeinsam mit Arsenal Research entwickelt wird, ist eine Kombination zwischen Einsatz von Lasersensorik und digitaler Bildaufnahme: Von einem Standort neben bzw. über der Fahrbahn erfasst der Lasersensor die Anzahl der Fahrzeuge, deren Geschwindigkeit und deren Länge. Um eine 100%ige Identifikation mit dem jeweiligen Fahrzeugtyp zu gewährleisten wird von den jeweiligen Fahrzeugen ein digitales Bild erstellt. Aus den gewonnenen Ergebnissen können Verkehrsströme nach Fahrzeugtyp abgeleitet werden.

Die gewonnenen Daten dienen beispielsweise der genauen Beurteilung der Auslastung von Verkehrswegen oder gezielten Verkehrsstromanalysen. Verkehrspolitische und verkehrsplanerische Maßnahmen können mittels der Messergebnisse gezielt gesetzt werden.

o Unternehmen: FSG Biotechnologie GmbH Austrianova o Koop.partner: Prof. Dr. Michael Stürzl, Abteilung "Molekulare und experimentelle Chirurgie" der Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Walter H. Günzburg, Institut für Virologie, Veterinärmedizinische Universität Wien, Prof. Dr. Peter Petzelbauer; Dr. Maron Gröger, AKH Wien, Abteilung für AllgemeineDermatologie, Arbeitsgruppe Endothelzellbiologie o Projekttitel: Gentherapeutische Ansätze für eine GBP-1 vermittelte anti-angiogene Tumortherapie

Eine unabdingbare Voraussetzung für Tumorbildung und Tumorwachstum ist die Neubildung von Blutgefäßen - in der Fachsprache Angiogenese. Daher ist eine Hemmung dieser Angiogenese ein viel versprechendes Ziel einer Tumortherapie. Hauptangriffspunkt für eine derartige Tumortherapie sind bestimmte gefäßbildenden Zellen. Die Forscher konnten ein Schlüsselmolekül - GBP 1 - identifizieren, das die Zellteilung dieser sogenannten Endothelzellen und ihre Fähigkeit, in Gewebe einzudringen, hemmt.

Ziel des Projektes ist es, GBP-1 direkt in Endothelzellen zu exprimieren, damit die Bildung neuer Blutgefäße zu verhindern und so die Versorgung des Tumors zu unterbinden.

o Unternehmen: GeoExpert (3. Platz) o Koop.partner: Institut für Alpine Naturgefahren und Forstliches Ingenieurwesen der BOKU Wien (ANFI) o Projekttitel: Entwicklung eines GIS-integrierten Modells zur Simulation von Murgängen

Naturkatastrophen und die Auswirkungen der globalen Klimaänderungen werden als zunehmende Bedrohung wahrgenommen, erst letzte Woche hat eine Schlammlawine in Frankreich mehrere Häuser verschüttet! Die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung werden in der Folge von Katastrophenereignissen immer öfter von Medien und Justiz kritisch hinterfragt. Für Entscheidungsträger ist es daher unerlässlich, beim Risikomanagement den Stand der Technik auszuschöpfen.

Während sich bereits Simulations-Modelle für die Berechnung von Hochwässern, Lawinen und Steinschlag im operativen Einsatz befinden, gibt es derzeit noch kein Simulationsmodell für Muren auf dem Markt.

Dabei haben Muren ein sehr hohes Schadenspotential. Schutzbauwerke gegen Muren sind besonders teuer. Projektziel ist es, das physikalische Know-How über Muren, das am Institut für Alpine Naturgefahren der BOKU Wien besteht, mit dem technischen GeoExpert zu einem marktreifen Simulationsmodell zusammenzuführen.

o Unternehmen: Greenhills o Koop.partner: Allgemeines Krankenhaus Wien, Abteilung für Allgemeinchirurgie o Projekttitel: Onkolytische Influenza Viren der 2. Generation

Influenza Viren mit einer Deletion, das ist der Verlust eines wichtigen Chromosomenstückes im NS Gen, sind in der Lage, selektiv in Tumorzellen zu wachsen und diese dabei zu zerstören.

Nach erfolgreichen Tierversuchen soll diese neuartige Therapie nun so weit entwickelt werden, dass sie für die Krebsbehandlung beim Menschen einsetzbar ist. Dazu sollen die Viren sozusagen zusätzlich "bewaffnet" werden: Einerseits soll das Virus durch gentechnische Veränderung an die Verhältnisse in der Tumorzelle angepasst werden, um diese effizienter zu zerstören.
Zweitens werden andererseits Influenza-Viren genetisch so modifiziert, dass sie einen Botenstoff produzieren, der bewirkt, dass die Tumorzellen sich selbst zerstören.

Die Universitätsklinik für Chirurgie hat weltweit eines der wenigen Labors, das mit onkolytischen Viren erfolgreich arbeitet und ist auch aufgrund der Nähe zu den Patienten ein idealer Partner, solche "bewaffneten" Influenza Viren für die humane Therapie zu entwickeln

o Unternehmen: Intercell AG o Koop.partner: Institut für Virologie der (medizinischen) Universität Wien o Projekttitel: Entwicklung eines Impfstoffkandidaten gegen das West-Nil-Virus

Das West Nil Virus ist ein gefährlicher Krankheitserreger, der durch Steckmücken auf den Menschen übertragen wird und ein schweres, oft tödlich verlaufendes Krankheitsbild hervorrufen kann. Vor einigen Jahren ist dieses Virus in Nordamerika eingeschleppt worden, hat sich seitdem rasant über den gesamten Kontinent verbreitet und verursacht nun bereits tausende Krankheitsfälle pro Jahr. Eine ähnliche Entwicklung in Europa kann nicht ausgeschlossen werden. Eine weitere Bedrohung stellt die potentielle Verwendung für bioterroristische Zwecke dar. Derzeit gibt es noch keine spezifischen Medikamente zur Behandlung oder Vorbeugung gegen das West Nil Virus.

In diesem Projekt wird ein neuer Impfstoffkandidat gegen das West Nil Virus entwickelt. Mit Hilfe gentechnischer Methoden wird eine Mutante des Virus hergestellt, die zwar zu keiner Erkrankung führt, aber eine Immunantwort hervorrufen kann, die gegen das in der Natur zirkulierende Virus schützt. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes wird bei Versuchstieren überprüft, um dann geeignete Impfstoffkandidaten für die weitere klinische Entwicklung auswählen zu können.

Intercell ist auf die Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen spezialisiert, die Methode zur Herstellung des Impfstoffkandidaten wurde vom universitären Partner entwickelt und ist bereits patentrechtlich geschützt.

o Unternehmen: Net Dynamics GmbH. (2. Platz) o Koop.partner: Institut für Informatik, Universität Innsbruck o Projekttitel: Semantic Web Fred

Das Internet enthält eine enorme Informations- und Wissensmenge, die, wenn maschinell verarbeitbar, für viele Geschäftsprozesse von entscheidendem Nutzen wäre.

Tim Berners-Lee, der Erfinder des world wide web, hat dies als Vision für eine neue Generation des Internet erklärt und als Semantic Web definiert.

Weltweit werden große Anstrengungen unternommen, Technologien für die Aufbereitung des Semantic Web zu entwickeln. Für dessen produktive Nutzung werden jedoch mächtige Mechanismen benötigt. Die Lösung dieses ambitionierten Zieles wird einen Quantensprung in der Nutzung des Internet bedeuten.

Voraussetzung dafür sind Architektur und Werkzeuge, die das Web semantisch interpretieren, sowie eine neue "Goal-orientierte" Prozessverarbeitung ermöglichen.

Fred ist eine Software Plattform von Net Dynamics in Wien, das auf ontologischen Datenmodellen, Software-Agenten Technologien und Verfahren der Artificial Intelligence basiert, und damit die autonome Abwicklung von Aufgaben ermöglicht.

Das Institut IFI der Universität Innsbruck betreibt in der Gruppe "Next Generation Web" weltweit bedeutende Forschung im Semantic Web und Ontologie Bereich.

Ziel dieses gemeinsamen Projektes ist es, ein Grundkonzept für ein Werkzeug zur Nutzung des Semantic Web für Unternehmensprozesse zu entwickeln und dieses nach Projektabschluss international zu verwerten.

o Unternehmen: ON DEMAND Informationstechnologie GmbH o Koop.partner: Ao. Univ. Prof. Dipl. Ing. Dr. techn. Andreas Krall, Univ. Doz. Für praktische Informatik am Institut für Computersprachen der Technischen Universität Wien o Projekttitel: Multi Standard DSL Modem in Form einer IP Plattform für die Breitbandkommunikation

Trotz des bereits boomenden Marktes in der Breitbanddatenkommunikation ist die internationale Verbreitung selbst in den am weitesten entwickelten Ländern noch sehr gering. Aktuell verfügt jeder dritte Haushalt bereits über Internetzugang, meist jedoch nur über langsame Wählverbindungen.
Der bekannteste und meist verbreitete Standard ist ADSL. Nachteile dieses Standards, wie z.B. das Übersprechen "Cross-Talk" auf andere Leitungen im Kabelbündel werden bei der weiteren Verbreitung eine entsprechende Auslastung der vorhandenen Kupferleitungen verhindern. Es wurden aber bereits neue Übertragungsstandards, die diese Problematik berücksichtigen, definiert.

Auf die Netzbetreiber kommen bei der weiteren Verbreitung enorme logistische Anforderungen zu, weil Modems für die unterschiedlichen Standards untereinander nicht kompatibel sind.

Das Projekt von ON DEMAND setzt sich das Ziel, die systemtheoretische Basis für das weltweit erste frei programmierbare Multi Standard DSL Modem zu schaffen. Es wird ein Systemkonzept entwickelt, das es erlaubt, mehrere DSL Standards zu kombinieren.

o Unternehmen: Otto Bock GmbH o Koop.partner: Kooperation mit dem Institut für biomedizinische Technik und Physik, Universität Wien o Projekttitel: Adaptive telemetrische Elektrode

Otto Bock Austria beschäftigt rund ein Viertel seiner 230 Mitarbeiter im Bereich Forschung & Entwicklung. In Wien wurde ein mikroprozessorgesteuertes Kniegelenk C-Leg entwickelt, welches einen Quantensprung in der Beinprothetik darstellt. Dieses Produkt wurde 1999 mit dem österreichischen Innovationsstaatspreis ausgezeichnet. Um auch im Bereich obere Extremität die Weltmarktstellung für die Zukunft zu sichern, soll mit dem vorliegenden Projekt ein Innovationssprung bei myoelektrischen Armprothesen erreicht werden.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer neuen Generation von Elektroden: Telemetisch-adaptive Elektroden, welche die Qualität der Rehabilitation von Armamputierten steigern sollen.

Heute verwendete Prothesensteuerungen bauen auf der Verarbeitung der Signale eines einzelnen Muskelpaares auf. Es soll ein Verfahren entwickelt werden, das mit einer differenzierteren Auswertung der Muskelaktivität zu einer Verbesserung des Bewegungsablaufes führt.

o Unternehmen: PLANTA GmbH o Koop.partner: St. Johanns-Spital, Landesklinik f. Urologie und Andrologie, Salzburg o Projekttitel: Tumordiagnostik des Harnblasenkarzinoms mit Hypericin-Polyvinylpyrrolidon

Diagnostik und Früherkennung von Tumoren sind die entscheidenden Schritte am Beginn einer Krebstherapie und für den Verlauf der Therapie von großer Bedeutung. Die Standardmethode der Blasentumordiagnostik ist die Blasenspiegelung, mit der sich vor allem solide Tumore gut erkennen lassen. Mit Hilfe des neu entwickelten Tumormarkers Hypericin-Polyvinylpyrrolidon (Hypericin-PVP) können nun selbst kleinste Veränderungen sichtbar gemacht werden. Vor allem für die Erkennung und Nachuntersuchung von Tumoren scheint sich die Methode sehr gut zu eignen.

o Unternehmen: Siemens SGP o Koop.partner: Institut für Werkstoffkunde und Materialprüfung; Institut für Leichtbau und Flugzeugbau, beide technische Universität Wien o Projekttitel: Innovative Crash-Simulation bei Schienenfahrzeugen"

Schienenfahrzeuge zählen - dank des hohen Sicherheitsstandards -speziell im öffentlichen Nahverkehr zu den sichersten Verkehrsmitteln. Dennoch lassen sich Unfälle mit Schienenfahrzeugen nicht ganz vermeiden, und die passive Sicherheit gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Spezielle Crashzonen sollen dafür sorgen, dass der Fahrgastraum möglichst intakt bleibt.

Ziel des Projekts "Innovative Crash-Simulation bei Schienenfahrzeugen" ist es, Grundlagen für die zukünftige Entwicklung innovativer Crash-Konzepte für Nahverkehrsfahrzeuge bereitzustellen. (Schluss) mmr

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