Grüne/Holub: Kärntner Handel geht bei Steuerreform leer aus

Senkung der Körperschaftssteuer lediglich für ein Siebtel der Kärntner Unternehmen relevant

Klagenfurt (OTS) - "Entgegen den Jubelmeldungen von ‚Chefverhandler’ Jörg Haider geht der Kärntner Handel bei der Steuerreform leider leer aus", kritisiert der Landessprecher der Kärntner Grünen, Rolf Holub.

In Kärnten gebe es mehr als 26.000 Unternehmen, davon jedoch nur 3.700 GesmbHs und rund 160 Aktiengesellschaften. Damit kämen lediglich ein Siebtel der Kärntner Betriebe in den Genuss der Senkung der Körperschaftssteuer. Und auch das erst ab einem Gewinn von 1 Mio. Euro. "Die Klein- und Mittelbetriebe, die das Rückgrat der Kärntner Wirtschaft bilden, gehen bei der Steuerreform völlig leer aus", erklärt Holub. Allein der Handel sei Arbeitgeber für ein Viertel aller Beschäftigten in Kärnten.

Holub spricht sich erneut gegen den Bau großer Einkaufszentren, etwa des Klagenfurter EKZ aus. Diese würden kleinere und mittlere Unternehmen massiv in ihrer Existenz bedrohen und seien durch den stark steigenden Zufahrtsverkehr auch ökologisch fragwürdig.

Zur Erhaltung der Klein- und Mittelbetriebe sei eine Senkung der hohen Belastung des Faktors Arbeit notwendig. "Insbesondere die für Kärnten so wichtige Tourismusindustrie und der Handel hätten dies bitter nötig. Leider wurde mit der Steuerreform erneute eine Chance vergeben, Klein- und Mittelbetriebe zu stärken", so Holub.

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