Sieben Monate verpflichtender Sozialdienst für Mädchen

RFJ Gudenus: Dienst in Altersheimen zur Versorgung unserer älteren Mitbürger/Gleichheitssatz muß auch bei Dienst an der Gemeinschaft gelten

Wien (OTS) - "Der Zwischenbericht der Bundesheerreformkommission geht auf eine entscheidende Frage, nämlich auf welche Weise die Betreuung der ständig steigenden Anzahl von Pflegefällen in Anbetracht des demographischen Wandels sichergestellt werden kann, leider nicht ein", so der Bundesobmann des Ringes Freiheitlicher Jugend Mag. Johann Gudenus.

"Die Anzahl der Zivildiener wird aufgrund der immer schwächer werdenden Jahrgänge von Jahr zu Jahr geringer werden, und außerdem sehe ich die Aufgabe der Burschen ohnedies primär beim Bundesheer. Aber die Situation ist angesichts der sich allmählich auf den Kopf stellenden Alterspyramide - schließlich ist schon ein Viertel der Bevölkerung über sechzig Jahre alt, also werden immer mehr Pflegekräfte benötigt - selbst bei einem zukünftig höheren Prozentsatz an Zivildienern nicht mehr in den Griff zu bekommen: Wir brauchen unsere Mädels!!", fährt Gudenus fort, "weil dann der massenhafte und auf Dauer unbezahlbare Einsatz von Ausländern entbehrlich wäre. Immerhin wären Einsparungen von 200 - 300 Millionen Euro zu erwarten."

Sieben Monate soll der verpflichtende Sozialdienst für Mädchen dauern, und ähnlich aufgebaut sein wie der Präsenzdienst für Burschen. Nach einem Einschulungsmonat würde ein sechsmonatiger Dienst in einem Altersheim oder Spital erfolgen.

"Der Entlastungseffekt wäre gewaltig, da zwischen 12.000 und 15.000 Mädchen zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung stünden, auch wenn ich mir natürlich gewisse Ausnahmen, etwa bei Vorhandensein eigener Kinder oder von Pflegefällen im eigenen Haushalt vorstellen kann", stellt Gudenus sein Konzept vor.

"Ich verlange eine Wertediskussion darüber, daß jeder Österreicher von seinem Lande nicht nur nehmen kann, sondern daß man auch uneigennützig für die Gemeinschaft, der man angehört, etwas tun sollte.Schließlich wird jeder älter und will dann, wenn er sich selber nicht mehr helfen kann, eine menschenwürdige Existenz.
Hier muß der Generationsvertrag eine neue Facette erhalten!"

"Ich habe jedenfalls von angesprochenen Mädchen durchwegs positive Rückmeldungen erhalten", schließt Gudenus,

und verweist auf den Gleichheitssatz.

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