Kukacka: Wasserstraßenkombi Gesellschaft soll regelmäßigen Fahrplan auf der Donau entwickeln

Spatenstich für 1. Hochwasserschutztor Österreichs für den Hafen Krems – Fertigstellung Anfang Oktober 2004 geplant

- KV Programm von 2004 bis 2008; jährlich rund 4 Millionen Euro (Infrastrukturförderungen, Kräne, Hafenbauten) - Wien, 21. Jänner 2004 (OTS) „Ein ganz wichtiges verkehrspolitisches Anliegen ist es, in diesem Jahr die ersten konkreten Schritte zur Schaffung einer sogenannten Wasserkombi Gesellschaft zu machen, bei der wir an den Standorten der vier Donauhäfen Wien, Krems, Enns und Linz eine Logistikplattform gründen. Damit soll ein ganz konkreter Fahrplan auf der Donau von Passau bis ans Schwarze Meer entwickelt werden“, erklärte heute, Mittwoch, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka, im Rahmen des Spatenstiches zum Bau des ersten Hochwasserschutztores im Hafen Krems. ****

Im Rahmen dieses Fahrplanes könnten dann, wie es auch im Güterverkehr auf der Schiene der Fall ist, Güter in einer regelmäßigen Transportkette auf der Donau bewegt werden. „Mit diesem Projekt soll in Verbindung mit Logistik und Telematik Maßnahmen eine entsprechende Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Schifffahrt erreicht werden“, führte der Staatssekretär aus.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Verkehrspolitik der Bundesregierung sei daher auch der weitere Ausbau der österreichischen Donauhäfen zu intermodalen Umschlagplätzen. Bei den konkreten Förderprogrammen des Infrastrukturministeriums handle es sich um Maßnahmen zur Förderung des kombinierten Verkehrs (KV) Schiene-Strasse-Schiff. Pilotprogramm Donau seit 2001 bis 2005, für Investitionen zur Verlagerung des Verkehrs, jährlich rund 1 Million Euro
- Förderprogramm für Anschlussbahnen: ab 2004 jährlich rund 9 Millionen Euro für den Ausbau von Hafenanlagen.

Die österreichische Bundesregierung werde in den kommenden Jahren zusätzlich rund 200 Millionen Euro in den Ausbau und die ganzjährige Schiffbarmachung der Donau investieren. Dabei gehe es zum einen darum, bestehende Engpässe in der Wasserfahrtiefe, östlich von Wien bis zur Staatsgrenze, im Rahmen eines flussbauliche Gesamtprojekts zu beseitigen und zum anderen darum, eine nachhaltige Stabilisierung der Stromsohle gegen die fortschreitende Eintiefung zu erreichen. Eine garantierte, ganzjährige Mindestfahrwassertiefe von 2,5 Meter und die Einführung eines satellitengesteuerten Schifffahrtsinformationssystem (DORIS), können das Transportaufkommen auf der Donau bis 2015 um rund 150 Prozent steigern (von 2002 ca. 12 Mio. Tonnen, auf 2015 ca. 30 Mio. Tonnen).

Das Jahrhundert Hochwasser 2002 habe auch im Hafen Krems schwere Zerstörungen angerichtet, wertvolle Wirtschaftsflächen und Hafeneinrichtungen wurden überflutet. Ein weiterer politischer Schwerpunkt der Bundesregierung im mehrjährigen Förderungsprogramm zum Hochwasserschutz, sei die Errichtung des ersten Hochwasserschutztores in Österreich für den Donauhafen Krems. Damit werde sichergestellt, dass der Hafen Krems auch seiner Funktion als Ort der Sicherheit für seine Kunden aus Industrie, Handel und Transportwirtschaft, gerecht wird, betonte der Staatssekretär.

Die Baukosten betragen rund 4,6 Millionen Euro und werden zu 50 Prozent durch den Bund finanziert, der Beitrag des Landes Niederösterreich wird durch ECO-plus in der Höhe von 30 Prozent der Gesamtkosten bereitgestellt. Das Hafentor werde in die bestehenden Dämme eingebunden und Anfang Oktober 2004 fertig gestellt werden. Auch der Hafen Wien plane ebenfalls bereits die Errichtung zweier Hafentore für die Häfen Albern und Freudenau, erklärte Kukacka.

Der Donauhafen Krems sei ein wichtiger Sammel- und Verteilerstandort für Mitteleuropa und sichert eine optimale Verkehrsverbindung zwischen Donau, den Seehäfen (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) und dem Schwarzen Meer. Der Hafen Krems beschäftige 70 Mitarbeiter, 2003 konnte der Hafen ein Gesamtverkehrsvolumen von rund 1,7 Mio. Tonnen -was eine Steigerung von ca. 8 Prozent bedeutet – umschlagen, schloss Kukacka.

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