SJÖ: Reaktionär Laun diskriminiert ungeniert

Kollross: Stellungnahme der katholischen Kirche gefordert

Wien (OTS) - Andreas Kollross, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), erklärt die jüngsten Eskapaden des Salzburger Weihbischofs Andreas Laun für absolut nicht tolerierbar. Laut der Pariser Tageszeitung "Liberation" unterstützt Laun eine Initiative, die Homosexuelle "mit Hilfe des Heiligen Geistes heilen will". "Es ist allgemein bekannt, das Herr Laun kein Vertreter der Fortschrittlichkeit ist. Es ist allerdings nicht akzeptabel, dass er unter dem Schutzmäntelchen der Kirche in einer demokratischen Republik seine Diskriminierungspolitik betreibt", so Kollross.

Für Kollross sind gerade solche Geisteshaltungen wie die des Bischofs Beweis dafür, dass Gott in der Verfassung überhaupt nichts zu suchen hat: "Wir treten für eine absolute Trennung von Kirche und Staat ein. Hätte Menschen wie Laun in der Politik etwas zu sagen, dann fänden wir die moralischen Wertvorstellungen des 19. Jahrhunderts wieder in der Verfassung. Ein moderner Staat hat aber Menschen und Lebensgemeinschaften jedweder sexueller Orientierung zu akzeptieren. Das sollte mittlerweile allgemein anerkannter Konsens sein."

Kollross fordert von der katholischen Kirche in Österreich eine eindeutige Stellungsnahme für Toleranz und gegen Diskriminierung. "Wer schweigt stimmt zu. Offensichtlich gibt es hierzulande immer mehr Menschen, die in den österreichischen Schlafzimmern Kontrollen einführen wollen. Der Fall zeigt, dass wir in Österreich zum Schutz der von solchen Umtrieben betroffenen Menschen ein allumfassendes Anti-Diskriminierungsgesetz benötigen", so Kollross abschließend.

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