Spatenstich für Hochwasserschutz des Kremser Hafens

Gabmann: 30 Millionen Euro Investitionsvolumen für Hafen ausgelöst

St. Pölten (NLK) - In Krems nahmen heute Wirtschafts-Landesrat Ernest Gabmann und Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka den Spatenstich für eine Hochwasserschutzanlage des Kremser Hafens vor. Beim Hochwasser im August 2002 war das Südufer des Hafenbeckens einen halben Meter überflutet worden, was einen Schaden von 2,5 Millionen Euro nach sich gezogen hatte.

Gabmann betonte dabei, der Logistik und Infrastruktur der Wasserstraße Donau komme angesichts der EU-Erweiterung besondere Bedeutung zu. Das Land Niederösterreich habe in den Kremser Hafen ein Gesamtfördervolumen von 10 Millionen Euro investiert und damit ein Investitionsvolumen von 30 Millionen Euro ausgelöst. Mit einer Rekordhöhe von 1,7 Millionen Tonnen Umschlagwert könne der Kremser Hafen auf hervorragende Werte verweisen und sei ein Musterbeispiel für die Offensivstrategie, den Wirtschaftsstandort Krems attraktiv zu machen, so Gabmann.

Kukacka prophezeite der Donau eine große Zukunft. Uneingeschränkte Mobilität stoße an ihre Grenzen, deshalb gelte es, ökologisch verträgliche Verkehrswege auszubauen. Der Flachwasserstreckenausbau der Donau östlich von Wien mit einem Investitionsvolumen von über 200 Millionen Euro seitens des Bundes stehe sowohl im Interesse der Ökologie als auch der ganzjährigen Schiffbarkeit. Die Zeit sei nun reif für einen Taktfahrplan an der Donau von Passau bis zum Schwarzen Meer, so Kukacka.

Der Hochwasserschutz für den Kremser Hafen wird direkt unter der Hafenbrücke errichtet. Ein Querbauwerk wird ein 27 Meter langes Schiebetor mit 110 Tonnen Stahlgewicht beinhalten, das eine Einfahrtsbreite von 24 Metern aufweist und innerhalb von fünf Minuten geschlossen werden kann. Die Investitionskosten von 4,6 Millionen Euro werden zu 50 Prozent vom Bund, zu 30 Prozent vom Land Niederösterreich sowie von der Stadt Krems getragen.

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