Landeshauptmann Waltraud KLASNIC zur aktuellen Situation der ESTAG: "Aufsichtsrat hat eigenverantwortlich im Interesse der Arbeits- und Handlungsfähigkeit entschieden"

Graz (OTS) - LH Klasnic gab nach einem Gespräch mit Dr. Johannes Ditz, in dem sie sich über die Entscheidungen im ESTAG-Aufsichtsrat informieren ließ, folgende Stellungnahme ab:

Seit Beginn der öffentlichen Diskussionen über die ESTAG im vergangenen Sommer habe ich als Landeshauptmann stets eine klare und konsequente Linie verfolgt. Daher habe ich am 7. Juli 2003, im Interesse einer lückenlosen Aufklärung von aufgeworfenen Fragen und der Sicherstellung der Arbeits- und Handlungsfähigkeit, des steirischen Leitbetriebes ESTAG der zu 75% im Eigentum der Steirerinnen und Steirer steht, die Prüfung durch den Bundesrechnungshof beantragt. Diese wurde von der Steiermärkischen Landesregierung einstimmig, also mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und FPÖ beschlossen.

Ich werde die Ergebnisse der Prüfung durch den Bundesrechnungshof sehr ernst nehmen.

Überdies habe ich am 7. Juli auch die Erarbeitung eines neuen Organigramms für eine schlanke und effiziente Führungsstruktur, sowie die Reduktion der Kosten im oberen Verantwortungsbereich um mindestens 20 % verlangt.

Die aktienrechtliche Sonderprüfung wurde ebenfalls einstimmig von der Landesregierung beschlossen.

Der von mir verlangte Ehrenkodex für Vorstand und Aufsichtsrat wurde umgesetzt.

Nach der Mandatszurücklegung von vier Aufsichtsräten wurde über meinen Vorschlag ein neuer Aufsichtsrat im breiten Konsens, mit dem angesehenen Wirtschaftsfachmann Dr. Johannes Ditz als Präsident, und vor allem auch in Fragen der E-Wirtschaft sehr erfahrenen Univ.-Prof. DDr. Peter Schachner-Blazizek als Stellvertreter bestellt.

Der neue Aufsichtsrat hat eigenverantwortlich entschieden und trägt dafür die Verantwortung, dass das Unternehmen voll arbeits- und handlungsfähig ist, sowie gut geführt wird. Diese besondere Verantwortung gilt gerade auch gegenüber engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Steirerinnen und Steirern in deren Mehrheitseigentum die ESTAG steht. Sie besonders sorgfältig wahrzunehmen ist umso wichtiger in einer Zeit in der gerade im Energiebereich grosse und strategische Veränderungen, bewältigt werden müssen.

In einem Vorstand ergeben sich Situationen die eine Zusammenarbeit sehr schwer machen. Konkret zu Vorstandsdirektor Gerhard Hirschmann sage ich: Er hat viel Erfahrung, ist bereit auch Aufgaben wahrzunehmen, die schwierig sind, und ich bin überzeugt, dass es für ihn einen guten Weg in die Zukunft gibt.

Dr. Johannes Ditz, Univ.-Prof. DDr. Peter Schachner-Blazizek als neue interimistische Vorstände und Dr. Richard Ramsauer als neuer Aufsichtsratspräsident und KR. Gerald Raidl als sein neuer Stellvertreter, die vom Aufsichtsrat mit breiter Mehrheit und Vertrauen ausgestattet wurden, haben keine leichte Aufgabe übernommen. Sie sind geleitet von dem Ziel, die Handlungs- und Arbeitsfähigkeit der ESTAG wieder voll herzustellen und diesen wichtigen steirischen Leitbetrieb erfolgreich in die künftigen Herausforderungen zu führen. Das liegt im Interesse aller.

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