Grüne NÖ für Fusion von Berglandmilch und NÖM

Krismer: "Zusammenarbeit wäre im Interesse der NÖ MilchlieferantInnen"

St. Pölten (Grüne) - Nach dem Skandal rund um Parmalat sprechen sich die Grünen NÖ für eine Fusion von Berglandmilch und NÖM aus. "Knebelverträge seitens der NÖM AG zwangen niederösterreichische MilchlieferantInnen zur Abkehr vom NÖ Milchriesen. Im nördlichen Waldviertel wurden unzählige Bauern und Bäuerinnen von Seiten der NÖM AG im Stich gelassen. Die Fahrten waren dem Milchriesen einfach zu groß und die Bauern und Bäuerinnen standen ohne Abnehmer da!", so die Grüne Landwirtschaftssprecherin Helga Krimser.

Waren es am Stichtag 31.12.2002 noch 2.727 niederösterreichische LieferantInnen der Berglandmilch, so sind es jetzt bereits 3.663. Mehr als ein Drittel der niederösterreichischen MilchbäuerInnen liefern bereits an die Berglandmilch. Krimser: "Es wäre daher im Interesse der niederösterreichischen Milchwirtschaft, dass endlich nach dem Parmalat-Schlamassel der NÖM AG ein zweiter Anlauf zur Fusion von Berglandmilch und NÖM AG gemacht wird. Gerade im Lichte der neu zu verhandelnden Lieferverträge ist es ein politisches Gebot der Stunde!"

Die Grünen begrüßen das Signal des Raiffeisen-Landesbank-Chef OÖ Scharinger, für den eine derartige Fusion vorstellbar ist. Die Blockade seitens der RLB-NÖ-Wien in Person Hameseder entbehrt nach Ansicht der Grünen "jeder Logik". Vor allem im Lichte der EU-Osterweiterung wäre eine große Österreichlösung von großer Bedeutung. "Die NÖM AG soll aus dem Skandal um Parmalat lernen. Finger weg vor großen europäischen Experimenten! Bei der engen Verbundenheit des Raiffeisenkonzerns mit der Mehrheitspartei ÖVP erwarte ich mir ein klares Machtwort für eine österreichische Lösung. Die Volkspartei soll die BäuerInnen nicht im Stich lassen!", so Krismer abschließend.

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