Wien Museum zeigt umfangreiche Schau um Thema "Gastarbajteri"

Zusammenarbeit mit Hauptbücherei Wien - Filmschau im Metro-Kino

Wien (OTS) - Bis einschließlich 11. April widmet sich das Museum Wien am Karlsplatz in zwei Sonderaustellungen dem Thema Migration. Aus Anlass der 40. Wiederkehr des ersten Anwerbeabkommens zwischen Österreich und der Türkei im Jahr 1964 schildert die Schau "Gastarbajteri" anhand von elf Orten verschiedene Facetten dieser Thematik, die von den Heimatorten in der Türkei und Ex-Jugoslawien ebenso handeln, wie von Arbeits- und Handelsplätzen und Wohnstätten in Wien bzw. Grenzbewachungen. Wesentlicher Schwerpunkt hierbei ist, dass die Geschichte aus der Perspektive der Migrantinnen und Migranten erzählt wird. Die Projektidee und Umsetzung stammt von der "Initiative Minderheiten", einem Zusammenschluss verschiedenster Gruppierungen mit oftmaligen Migrationshintergrund. Für die grafische Gestaltung konnte die Gruppe "Gangart" gewonnen werden.

Als zweite Sonderaustellung zu diesem Themenkomplex zeigt das Museum Wien die Photoschau "Phantom Fremdes Wien 1991/2004" von Lisl Ponger (22. Jänner bis 11. April). Die Ausstellung spiegelt die Beschäftigung der Künstlerin und Photographin mit den multikulturellen Facetten Wiens wider. Neben den Bildern wird auch ein vom Museum co-produziertes Filmessay mit dem Titel "Phantom Fremdes Wien" präsentiert.****

Ursprünglich als Ausstellung in den Räumlichkeiten der Hauptbücherei Wien am Gürtel geplant, lud das Museum Wien im Februar 2003 die Initiative ein, auch im Museum die Ausstellung zu zeigen. Museumsdirektor Dr. Wolfgang Kos betonte im Rahmen eines Mediengespräches am Mittwoch, dass die Thematik insbesondere für Wien von hoher Relevanz sei da mit dieser Schau klar werde, das auch Wien nicht als homogene Stadtgesellschaft angesehen werden könne. Eine Weiterführung der Thematik findet sich auch in der permanenten Wien-Schau des Museums über sämtliche drei Stockwerke wider. Gastarbajteri", der serbokroatische Ausdruck für "Gastarbeiter", präsentiert sich neben dem Museum Wien auch in der Hauptbücherei am Gürtel, wo insbesondere das Thema "Kommunikation" anhand zahlreicher beispiele aus privaten beständen von Migranten im Mittelpunkt steht (bis 11. April). Zusätzlich findet im Metro-Kino eine von Robert Buchschwenter zusammengestellte Filmreihe zum Thema "MigrantInnen im Film" in Kooperation mit dem Filmarchiv Austria statt (26. Jänner bis 4. Februar).

o Weitere Infos auch unter: http://www.wienmuseum.at/; http://www.buechereien.wien.at/; http://www.filmarchiv.at/ (Schluss) hch

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